Ranzel: Erfolgreicher Feuerwehreinsatz rettete Waldohreule

Am Dienstagabend (14.06.22) wurde die Feuerwehr in Ranzel zu einer aus dem Nest gefallenen jungen Eule gerufen und schaffte es, mit Beratung der Greifvogelhilfe, die Waldohreule zu retten.

Ranzel: Erfolgreicher Feuerwehreinsatz rettete Waldohreule

Gleich mit vier Feuerwehrkräften und einem Rüstfahrzeug rückte die Löschgruppe Ranzel am Dienstagabend aus. Gemeldet war ein aus dem Nest gefallener Uhu am Nordfriedhof in Ranzel. Tatsächlich fand das Quartett, unter Leitung von BOI Holger Carl, einen kleinen ängstlichen Greifvogel vor, der auf der Erde hockte, aber während der ganzen Zeit seine Umgebung nicht aus den Augen ließ. Dabei blieb er zwar ruhig sitzen, konnte den Kopf aber beeindruckend weit, bis zu 270 Grad, drehen. Nach einem Anruf bei der Greifvogelhilfe in Rösrath und einem dorthin geschickten Foto stellte es sich heraus, dass es sich wahrscheinlich um eine junge Waldohreule handelte, die beim ersten Flug eine Bruchlandung hingelegt hatte.

Greifvogelhilfe beriet die Löschgruppe

Nach Rücksprache mit der Greifvogelhilfe riet man den Wehrkräften, die Eule wieder in den Baum zu setzen, unter dem sie seit einer Stunde schon ausharrte. Zuvor hatte der Experte den Wehrmännern noch den guten Rat gegeben, vorsichtig zu sein und dicke Handschuhe zu tragen. Das war auch dringend geboten, denn die kleine Eule fauchte, schlug mit den Flügeln um sich, hackte mit ihrem Schnabel und schlug ihre Krallen in den Handschuh.

Ranzeler Feuerwehr rettet den kleinen Greifvogel

Trotz der Gegenwehr gelang es den Wehrmännern, die Eule in einen Beutel zu stecken und hoch oben in einem Baum auszusetzen. Allerdings startete der Vogel einen erneuten Flugversuch der, kopfunter hängend, in den Ästen endete. Nach kurzer Zeit verließen ihn dann die Kräfte und er ließ sich Richtung Boden fallen, wo er behutsam aufgefangen wurde. Nun starteten die Wehrmänner einen zweiten, diesmal erfolgreichen Versuch, den Vogel im Baum abzusetzen. Die Wehrkräfte packten danach ihre Ausrüstung zusammen und baten auch die Schaulustigen, sich zu entfernen.

Nach Auskunft der Greifvogelhilfe müsste sich das Vogelnest im direkten Umfeld befinden und der Jungvogel würde, wenn es ruhig wäre, von seinen Eltern wieder zurück zum Nest gebracht.

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