Eingeschränkter Regelbetrieb in Niederkasseler Kitas startet bald

Ab dem 08. Juni 2020 soll in NRW der eingeschränkte Regelbetrieb in Kitas wieder aufgenommen werden. Was bedeutet das für die Kitas in Niederkassel? Was bedeutet das für Eltern?

Eingeschränkter Regelbetrieb in Niederkasseler Kitas startet bald

Jugendminister Joachim Stamp hat am 21.05.2020 in einer Pressemitteilung verkündet, dass der eingeschränkte Regelbetrieb in nordrheinwestfälischen Kitas am 08.06.2020 wieder aufgenommen wird. Dies gilt auch für die Kitas im Niederkasseler Stadtgebiet. Aber was heißt eingeschränkt? Eingeschränkt bedeutet, dass eine Kita statt 45 Stunden nur 35 Stunden geöffnet ist. Warum wird reduziert? Weil auch Fachkräfte und Ergänzungskräfte in den Kitas teilweise zu den Risikopersonen zählen und daher nicht im Kitabetrieb eingesetzt werden können. Minister Stamp ist klar, dass für Eltern aus systemrelevanten Berufen, die ihr Kind bislang 45 Stunden in der Notbetreuung untergebracht haben, der eingeschränkte Regelbetrieb eine Verschlechterung darstellt, aber für die Mehrzahl der Eltern und Kinder bietet er eine deutliche Verbesserung. Deshalb appellierte er in seiner Pressekonferenz auch an die Solidarität der Eltern.

Stamp gibt mit seiner Bekanntgabe einen Vorlauf von 2 Wochen, damit die Träger die Möglichkeit haben, die erforderlichen Vorbereitungen für das Hochfahren des Betriebes vorzunehmen. Nun gibt es viele Fragen, die auf der örtlichen Ebene und bei den Anstellungsträgern zu klären sind. Zum Beispiel, welche Kollegen können nicht eingesetzt werden? Ü60 Jährige werden vom RKI mittlerweile nicht mehr generell als Risikopersonen eingestuft. Hier hat sich die Bewertung verändert, daher muss bei den Trägern nachjustiert werden. Welche Bedarfe haben die Eltern? Wie sind die Öffnungszeiten bei 35 Wochenstunden bedarfsgerecht zu gestalten? Werden alle Eltern ihre Kinder in die Regelbetreuung geben, oder gibt es Eltern, die weiterhin zurückhaltend bleiben? Wie wird mit den Elternbeiträgen verfahren? Und wie mit dem Essensgeld? Fragen über Fragen, die bis zum 08. Juni noch beantwortet werden müssen. Zum Teil benötigt die Verwaltung dazu politische Beschlüsse. Das Jugendamt bittet die Eltern um etwas Geduld. „Wir informieren zeitnah über unsere Entscheidungen“, so Beigeordneter Walbröhl. „Wir möchten Eltern und Kinder bestmöglich unterstützen und suchen auch Lösungen für Härtefälle bezüglich der Betreuungszeiten. Dabei behalten wir aber auch das Wohl unserer Mitarbeiter im Blick.“

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