"Coronasoforthilfe" auf Vorkasse – Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Mehrere Fälle in den vergangenen Tagen in der Region und bundesweit: Telefonbetrüger gaben sich als Mitarbeiter einer Bundesfinanzbehörde aus

"Coronasoforthilfe" auf Vorkasse – Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Im Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei kam es in den vergangenen Tagen zu einigen Fällen einer neuen Masche betrügerischer Anrufe. Die Telefonbetrüger gaben sich dabei als Mitarbeiter der Bundesfinanzverwaltung oder Bundesfinanzdirektion aus und versprachen eine Coronasoforthilfeauszahlung. Die bisher bekanntgewordenen Fälle blieben glücklicherweise im Versuchsstadium - keiner der Angerufenen ging auf die Betrugsmasche ein.

Bundesweit verbreitete Masche von Betrügern

Es handelt sich um eine derzeit bundesweit genutzte Masche, bei der zunächst eine Bandansage Coronasoforthilfen in Aussicht stellt. Um weitere Informationen zu erhalten, sollen die Angerufenen dann eine Ziffer am Telefon drücken. Anschließend meldet sich eine Person und erklärt, dass vorab die Zahlung eines hohen dreistelligen Betrages geleistet werden muss, um die Coronahilfen ausgezahlt zu bekommen.

Die Bonner Polizei warnt:

Die Bundesfinanzverwaltung oder Bundesfinanzdirektion ruft Sie nicht an, um Ihnen mitzuteilen, dass sie unerwartet Geld bekommen!

  • Seien Sie misstrauisch bei allen Anrufen - gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich!

  • Lassen Sie sich nicht in lange Gespräche verwickeln und beenden Sie bei verdächtigen Anrufen das Gespräch - legen Sie den Hörer einfach auf oder drücken Sie die entsprechende Taste am Telefon.

  • Wählen sie dann den Polizeinotruf unter der 110. Vertrauen Sie sich zudem Angehörigen oder Bekannten an.

  • Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihr Vermögen, Wertsachen oder sensible Daten - insbesondere Ihrer Bankdaten.

  • Händigen Sie niemals Wertsachen oder Bargeld an Unbekannte aus.

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