Chlorgasaustritt bei Evonik

Keine Verletzten, Keine Gefahr für die Nachbarschaft, Einsatz der Werkfeuerwehr beendet

Chlorgasaustritt bei Evonik

Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montag, 18. Mai 2020, gegen 12 Uhr zu einem Chlorgasaustritt am Standort Lülsdorf. Die Werkfeuerwehr war umgehend vor Ort. Dennoch ist es zu einer kurzfristigen Geruchsbelästigung im Umfeld des Standorts gekommen. Aufgrund der geringen Konzentration bestand keine Gefahr für die umliegende Bevölkerung. Auch innerhalb des Standortgeländes ist keine Person zu Schaden gekommen.Der Einsatz ist mittlerweile beendet. Die Behörden sind informiert.

Laut eigener Aussage bedauert Evonik den Vorfall sehr und wird umgehend mit der Ursachenanalyse beginnen.

Hintergrundwissen

Chlor ist einer der wichtigsten Rohstoffe in der chemischen Industrie. Es wird für die Herstellung einer Vielzahl von chemischen Grundstoffen und Zwischenprodukten eingesetzt. Eine der bekanntesten Anwendungen ist die Desinfizierung von Trink- und Schwimmbadwasser. Am Standort Lülsdorf wird Chlor überwiegend durch die sogenannte „Chloralkali-Elektrolyse“ hergestellt. Dabei wird mit Hilfe elektrischen Stromes Kochsalz in seine Bestandteile getrennt, wodurch Chlor, Natronlauge und Wasserstoff gewonnen werden. Chlor ist ein grün-gelber, gasförmiger chemischer Grundstoff, mit charakteristischem Geruch („Schwimmbadgeruch“). Es ist giftig und wirkt schon in geringen Mengen reizend auf Augen und Atemwege.

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