Mondorfer Volleyballer verlieren Geisterspiel in Schüttorf knapp mit 2:3

Samstagabend war der TuS Mondorf zu Gast beim FC Schüttorf 09. Nach 2:0 Satzführung mussten sich die Bundesligisten schließlich knapp im Tiebreak geschlagen geben.

Mondorfer Volleyballer verlieren Geisterspiel in Schüttorf knapp mit 2:3

Vorspiel:

Das nun bereits schon zum Ritual gewordene Spaghetti-Bolognese Mittagessen ist um ein weiteres Highlight erweitert worden. Der Corona-Test. Die Bedingungen zur Durchführung des Spieltags sind von der Volleyball Bundesliga klar formuliert worden: Alle Akteure müssen einen negativen Test vorweisen. Bei Mondorf übernahm das Zepter Physiotherapeut Max Kiffer. Er testete gewissenhaft jedes Mannschaftsmitglied. Alle waren gesund und voll gefuttert, also ging es auf nach Schüttorf, um Punkte zu sammeln.

Spiel:

Mondorf verschlief den Start des Spiels komplett und lag im ersten Satz schnell mit 2:6 Punkten zurück. Mit einer stabilen Block-Feldabwehr und druckvollen Aufschlägen kämpfte sich der TuS Mondorf jedoch ins Spiel und gewann den ersten Satz verdient mit 25:22. Satz zwei verlief mit ähnlichem Muster, jedoch war der Gegner wesentlich stärker. Der FC Schüttorf, in dieser Spielzeit noch ohne Satzgewinn, erspielte sich beim 24:21 gleich 3 Satzbälle. Mondorf blieb jedoch nervenstark, wehrte alle Satzbälle ab und nutzte seinen ersten zum 27:25 Satzsieg. Der erste Punkt konnte damit eingesammelt werden, aber die Partie kippte…

In Satz drei war Mondorf zunächst noch hellwach und marschierte bis Mitte des Satzes. Dann kam der Einbruch. Die Konzentration ließ nach, Eigenfehler nahmen zu und es folgte der Satzverlust mit einem deutlichen 19:25. So schnell geht es in der zweiten Bundesliga.

Mondorf jedoch wollte den Sieg, startete überragend in den vierten Satz - 6:1 Führung. Diese vergab die Mannschaft aber leichtfertig zum 6:6. So etwas darf nicht passieren. Es folgte eine Auszeit auf Mondorfer Seite. Auch eine Führung bei der Mitte des Satzes zum 17:12 gab keine Sicherheit auf Mondorfer Seite. Direkte, leichte Fehler gaben Schüttorf die Option, nochmal ins Spiel zu kommen. Und diese Option wurde gnadenlos ausgenutzt. Schüttorf gewann den vierten Satz nach wildem Hin und Her 25:27. Das war der Satzausgleich, ein Nackenschlag für die Mondorfer. In Satz fünf geriet das Team um Trainer Vlasakidis schnell in Rückstand und fand den Weg zurück ins Match nicht mehr. Es endet 11:15 aus Mondorfer Sicht.

Nachspiel:

Mondorf verliert 2:3 und nimmt einen verdienten Punkt mit nach Hause. Die einen sagen: Hätte Mondorf im vierten Satz noch abgezockter gespielt, wären es drei Punkte gewesen. Andere behaupten: Verlieren die Mondorfer Satz zwei, wären es möglicherweise null Punkte gewesen.

Ein unterhaltsames Spiel, das sicherlich Zuschauer verdient hätte.

Stimmen zum Spiel:

Libero Lars Pohlmann: „Wir haben gut ins Spiel gefunden und konnten in den ersten beiden Sätzen genug Druck auf Schüttorf aufbauen, um das Spiel zu kontrollieren. Die Analyse von Tasos hat gefruchtet. Dennoch standen wir Ende des zweiten Satzes vor dem Satzverlust. Stark, dass wir den Satz noch holen! Ab Satz drei kamen zu viele Eigenfehler ins Spiel. Wir haben es den Schüttorfern zunehmend leichter gemacht und sie ins Spiel geholt. Satz vier ähnlich. Viele Eigenfehler und keine cleveren Lösungen aus schweren Situationen. Am Ende müssen wir resümieren, dass wir das Spiel selber aus der Hand gegeben haben. Mit weniger Fehlern und besseren Lösungen wäre mehr drin gewesen.“

Mittelblocker Jan Danielowski: „Im ersten und zweiten Satz haben wir mit viel Sicherheit und Zuversicht gespielt und haben uns nicht kleinkriegen lassen... vor allem Ende Satz zwei. In Satz drei haben wir den Fuß vom Gaspedal runter genommen. Das darfst du dir gegen keinen Gegner in der Liga erlauben. In Satz vier hat uns das letzte Fünkchen Arbeit gefehlt. Und den letzten Satz gewinnt Schüttorf aufgrund von mehr Ausdauer. Im Großen und Ganzen fand ich unsere Leistung sehr gut. Doch an den Feinheiten wie Block/Abwehr muss noch gearbeitet werden. Im Angriff konnten wir uns relativ gut durchsetzen.“

Manager Klaus Utke: „Schade. Wir hatten in Satz vier beim 16:12 und 2:1 Satzführung die Chance, den Sack zuzumachen. Aber wir haben den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht und Schüttorf kämpfte sich auch stark zurück. Wie so oft zeigt es sich, dass alle Teams in der 2. Bundesliga ein hohes Niveau haben und man keinen Millimeter nachlassen darf. Unser Saisonstart ist insgesamt ok. Aus vier Spielen haben wir nun 6 Punkte geholt. Für die ersten 6 Punkte haben wir letzte Saison 8 Spieltage benötigt. Man sieht insgesamt eine gute Entwicklung und diese Entwicklung werden wir weiter fortsetzen.“

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