Gesunde Krankenhäuser - Mit einer Unterschrift helfen

Gesunde Krankenhäuser? Haben wir die denn nicht? Walter Bass ist ein Kämpfer, wenn es um die Gesundheit geht. Er ist Ansprechpartner nicht nur für die Selbsthilfe Spina Bifida, er ist auch in der Volksinitiative Gesunde Krankenhäuser sehr aktiv.

Gesunde Krankenhäuser - Mit einer Unterschrift helfen

Was heißt „Gesunde Krankenhäuser“?

Es geht schon mit der Geburt los. „Gesunde Krankenhäuser“, hier bei uns vertreten durch das „Gesundheitsbündnis Bonn/Rhein-Sieg“ ist gegen die Schließung weiterer Geburtsstationen, beispielsweise im benachbarten Bad Honnef. Das Bündnis setzt sich für die Kinderklinik St. Augustin ein und erklärt, warum nicht mehr am Personal gespart werden sollte. Oder, ganz konkret, in welcher Form der Altbau der Kinderklinik renoviert werden kann. Aber auch für alle anderen Kliniken setzen sich „Gesunde Krankenhäuser in NRW“ und das „Gesundheitsbündnis Bonn/Rhein-Sieg“ ein. Der laute Wunsch nach mehr Personal geht einher mit dem Wunsch nach dessen wertschätzender Bezahlung.„Krankenhäuser sollen patientenorientiert, barrierefrei und selbsthilfefreundlich werden. Fallpauschalen gehören abgeschafft und ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitswesen muss geschaffen werden,“ fordert die Volksinitiative.

Wer sagt mir mehr zum Thema?

Walter Bass wohnt in Rheidt. Zusammen mit seiner Frau Gabi hat er drei Söhne. Bedingt durch die Krankheit eines Kindes sind sie seit über 35 Jahren „zu Gast“ in Krankenhäusern. Sie kennen den „Apparat“ also aus persönlicher Erfahrung. Gabi Bass kennt dazu noch die andere Seite; sie ist examinierte Krankenschwester und hat bis zum Ruhestand im St. Josef Hospital in Beuel gearbeitet. „Es musste was passieren,“ erklärte Gabi Bass. Das Personal wurde von sechs auf zwei examinierte Krankenschwestern reduziert. Personelle Lücken mit weniger gut ausgebildetem Personal oder Praktikanten gestopft. Früher gab es noch die Ordensschwestern und die Zivis, heute den über 23 Monate reichenden Bundesfreiwilligendienst. Doch das reicht nicht. „Die Notfallpraxis im St. Josef Hospital steht vor dem Aus, sie soll zum 01.10. schließen.“ Den Niedergang in der Versorgung kann Gabi Bass mit vielen Beispielen aus der erlebten Praxis beschreiben. „Wir sind mit einem chronisch kranken Kind auf die Kliniken angewiesen.“ Walter Bass kennt die vollen Wartezimmer und hat große Bedenken, was die Unterversorgung anbelangt. Er ist auf der Suche nach Mitstreitern und gibt gerne Auskunft: 02208 – 2842.

Wie kann ich helfen?

Das ist ganz einfach: mit einer Unterschrift. Im Rhein-Sieg-Kreis werden 5.400 Unterschriften gebraucht – 3.000 sind schon geleistet. Es bleiben noch drei Monate, um das gewünschte Ziel zu erreichen.

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