Noch keine Entscheidung über Variante der Rheinspange 553

Tunnel, Brücke oder „Nullvariante“ - bis dato gibt es nicht viel Neues.

Noch keine Entscheidung über Variante der Rheinspange 553

„Weiterhin keine Variantenauswahl – Planung wird transparent fortgesetzt“, so der Tenor des neuen Infobriefs von Straßen.NRW zur Rheinspange 553. Ende 2020 soll feststehen, wo die neue Rheinquerung, die Verbindung der Autobahnen A 553, A 555 und A 59 verlaufen wird. Ob dies als Tunnel oder Brücke geschieht, ist weiterhin offen. Auch eine Null-Lösung ist theoretisch noch möglich, gilt aber als sehr unwahrscheinlich - trotz der Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS).

Transparenter Prozess

Im neuen Infobrief teilte Straßen.NRW mit, dass man derzeit mit Bundes- und Landesministerien abstimme, welche Varianten vertieft untersucht werden sollen. Sobald diese Abstimmung erfolgt sei, würde man umfassend über die Varianten, die vertieft geprüft werden sollen, informieren. Die vertiefte Prüfung von Varianten diene dazu, in Abstimmung mit Bundes- und Landesministerien und basierend auf einer detaillierten Untersuchung und Bewertung von Varianten eine Vorzugsvariante zu ermitteln. Unabhängig von ihrem Verlauf ist für die neue Rheinspange 553 auch eine Anschlussstelle auf der rechten Rheinseite vorgesehen. Diese soll die umliegende Region direkt an die neue Autobahn anbinden. Es kann noch keine Aussage zur konkreten Verortung einer Anschlussstelle gemacht werden.

Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung wurden bisher zwei exemplarische Planfälle betrachtet. Es wurden jeweils Prognosen entwickelt, wie sich der Planfall inklusive einer Anschlussstelle auf das umliegende bzw. untergeordnete Straßennetz auswirkt. Im weiteren Verlauf der verkehrlichen Untersuchung werden auch die Auswirkungen möglicher Anschlussstellen der vertieft zu untersuchenden Varianten ermittelt. Im Rahmen des Variantenvergleichs, aus dem eine Vorzugsvariante hervorgehen soll, werden alle Varianten hinsichtlich ihrer verkehrlichen Wirkungen auf das umliegende Straßennetz, einschließlich des untergeordneten Netzes, untersucht und bewertet.

Sobald es eine Variantenauswahl gibt, wird Straßen.NRW das Dialogforum, den politischen Begleitkreis sowie die interessierte Öffentlichkeit umfassend über diesen wichtigen Meilenstein der Planung informieren. So wird auch weiterhin jeder Planungsschritt transparent nachvollzogen werden können, sagte der Projektleiter Rüdiger Däumer in einem aktuellen Video. Viele weitere Infos, Kartenmaterial und kurze erklärende Videos gibt es unter: https://rheinspange.nrw.de/aktuelles/

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