Bürgerantrag fordert Tempo 30 auf der Wahner Straße

Die Wahner Straße in Ranzel ist eine viel benutzte Strecke. Dort reihen sich aber nicht nur die Autos, dort wird auch zu schnell gefahren. Ein Bürgerantrag soll dies nun ändern.

Bürgerantrag fordert Tempo 30 auf der Wahner Straße

Die Straße im Norden der Stadt ist stark frequentiert und das nicht nur in den Morgen- und Abendstunden sondern auch tagsüber. Neben den Ranzeler Autofahrern nutzen auch die Bürger aus Lülsdorf, Zündorf und Langel die zum Teil enge Wahner Straße als kürzeste Verbindung auf ihrem Weg in Richtung Libur/Wahn und zurück. Bedingt durch den Bau der Umgehungsstraße L 269 / L 82 fließt zwar der Schwerlastverkehr nicht mehr über die Wahner Straße, dafür wird hier nun schneller gefahren.

Norbert Bickmann, seit einigen Jahrzehnten Anwohner der Wahner Straße, hat dies zum Anlass genommen, mit einem Bürgerantrag eine streckenbezogene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h im Bereich der Wahner Straße zu fordern. Diese solle vom Ortseingang bis zur Porzer Straße gelten. Als Begründung führte er an: „Zur Reduzierung des Gefahrenpotentials, insbesondere im Kreuzungsbereich Wahner Straße / Ommerichstraße, wo sich der Kindergarten St. Ägidius befindet, mit der anschließenden unübersichtlichen Kurvenführung und der Engstelle kurz vor der Kreuzung zur Porzer Straße, wäre die Einführung eines Tempolimits dringend notwendig. Bei langsameren Autos sind neben den Motorgeräuschen auch die Rollgeräusche der Reifen auf der Fahrbahn entscheidend geringer ausgeprägt. Bei der Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 wird die Geräuschentwicklung im Durchschnitt um 2 bis 3 dB(A) abgesenkt, welches als Halbierung der Verkehrsmenge wahrgenommen wird. Zudem könnte durch ein Tempolimit die Nutzung von Alternativrouten, wie der Umgehungsstraße oder der Umstieg auf alternative Beförderungsmittel (z.B. Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel) in den Vordergrund rücken. Dementsprechend würde sich im Stadtgebiet Niederkassel-Ranzel die Luftbelastung deutlich verbessern, was im Sinne des Luftreinhalteplans der Bezirksregierung Köln zur Einhaltung der Grenzwerte für Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide ist“, so Bickmann.

Der Antrag wurde im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss zur Kenntnis genommen und dann an den dafür zuständigen Umwelt-, Verkehr- und Planungsausschuss überwiesen. Zuvor hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Marcus Kitz noch darauf hingewiesen, dass es mit dem Aufstellen von Verkehrsschildern nicht getan sei, sondern hier müssten dann auch bauliche Maßnahmen, zumindest auf dem breiteren Teil der Wahner Straße, erfolgen. Bickmann will nicht locker lassen und den Antrag zum Erfolg führen. „Ich habe mit vielen Anwohnern gesprochen, die der gleichen Meinung sind. Was in Köln auf den Ringen möglich ist, dürfte doch wohl auch in Ranzel machbar sein“, so Bickmann, der auch nach einem negativen Bescheid das Ziel einer streckenbezogenen Höchstgeschwindigkeit nicht aufgeben will.

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Was sagt ihr dazu? Sollte auf der Wahner Straße ein Tempolimit von 30 km/h gelten?

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