Sturmtiefs: auch Niederkassel blieb nicht verschont

Binnen kurzer Zeit fegten mit Xandra, Ylenia, Zeynep und Antonia gleich vier Sturmtiefs mit Orkanböen über Nordrhein-Westfalen. Davon betroffen war unter anderem auch der Rhein-Sieg-Kreis sowie der südlichste Zipfel NRWs, die Stadt Niederkasel.

Sturmtiefs: auch Niederkassel blieb nicht verschont

Zahlreiche Einsatzkräfte waren in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz, um Schäden zu beseitigen. Schwere Windböen rissen vor allem Bäume um und sorgten dafür, dass auch eine Unzahl an Ästen brachen.

Viele Kommunen sperrten deshalb aus Sicherheitsgründen die Zugänge mit Baumbestand, damit Spaziergänger/innen nicht durch Orkanböen verursachten Windbruch - wie herabstürzende Äste bzw. aus der Verankerung gerissene Bäume - verletzt werden. Die Stadt Niederkassel sperrte ebenfalls die Zugänge auf das Rheidter Wertchen sowie die Spazierwege um das Hafengelände in Mondorf.

Beeinträchtigungen im Rhein-Sieg-Kreis

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kam es in vielen Kommunen zu Straßensperrungen und massiven Stromausfällen, da hauptsächlich Bäume auf Freileitungen stürzten. Davon betroffen waren Eitorf, Hennef, Lohmar, Neunkirchen-Seelscheid, Swisttal, Ruppichteroth und Windeck. Antonia sorgte allein in Siegburg und Hennef dafür, dass 10.000 Haushalte zeitweise ohne Strom waren.

Beeinträchtigungen im Bahnverkehr, herabfallende Dachziegel, umgewehte Bauzäune, die Personenfähre zwischen Niederkassel-Lülsdorf und Wesseling stellte ihren Betrieb ein und Schülerinnen und Schüler hatten einen Tag schulfrei.

Sturmtief in Niederkassel

In Niederkassel fiel die Bilanz der Stürme etwas milder aus. Außer der Störung der Nachtruhe, Windbruch auf dem Reidter Wertchen und um den Mondorfer Hafen, fliegende Dixies und Mülltonnen kam die Stadt und ihre Bürger/innen, entgegen aller Wetterprognosen, mit einem blauen Auge davon. Mehrere kleinere Einsätze der Feuerwehrkräfte waren nicht von allzu großer Bedeutung.

Der zahlreiche alte Baumbestand, der seit Jahrzehnten auf dem Wertchen und um dem Mondorfer Hafen vorhanden ist, sieht optisch von außen noch ganz passabel aus. Aber viele dieser Bäume sind innen marode und morsch. Bei der Vielzahl an Sturmtiefs werden die Bäume so peu a peu gelockert und halten dann weiteren kräftigen Orkanböen letztendlich nicht mehr stand. So die Aussage von Experten.

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