Laach Ovend Cup in Rheidt

Am 30. Juni 2019 war es wieder soweit: Christoph Brüske veranstaltete den sechsten „Brüskes Laach Ovend Cup“ in der Linde-Arena in Rheidt. Sechs Künstler zeigten was sie draufhaben und versuchten das Publikum für sich zu gewinnen.

Laach Ovend Cup in Rheidt

Als Gastgeber begrüßte Christoph Brüske um 19:00 Uhr den ausverkauften Saal. Als besondere Gäste stellte er die Nachteulen, einen Kegelclub, der seit 55 Jahren besteht und seine zwei ehelichen Kinder Valentin und Esther vor. Danach brach er sofort das Eis indem er das Publikum für seine Tapferkeit, in diesen Saal zu kommen, lobte, den er Andrea-Nahles-Gedächnishalle nannte. Wohl weil die Klimatisierung des Saals, genauso wie die Politikerin, den Dienst quittierte.

Sponsor der Veranstaltung war die VR-Bank Rhein-Sieg sowie der Mondorfer REWE Markt von Arthur Boos und die Montagszeitung. Als Vertreter des Hauptsponsors VR-Bank Rhein-Sieg durfte Andi Lülsdorf per Los die Reihenfolge der Auftritte bestimmen.

Comedy, Musik, politischer Kabarett - Unterhaltung pur

Gestartet wurde mit Amjad Abu-Hamid. Er kokettierte mit seinen arabischen Wurzeln und stellte sich als Palästinenser vor, ohne Gürtel, aber mit Rucksack. Seine Comedy Vorstellung handelte von Multikulti-Vergleichen und Aha-Erlebnissen in der Begegnung mit der deutschen Kultur. Das Publikum konnte er damit leider nicht überzeugen.

Als nächstes war Kevin O’Neal an der Reihe. Der Beat Boxer erfrischte das Publikum mit seinem Auftritt. Kraft seines Mundes schafft er Klänge von Instrumenten wie dem Schlagzeug oder eines Synthesizers. Er präsentierte zum Beispiel indische Klänge oder hämmerndes Techno. „Eine Insel“ überzeugte genauso wie Mango No. 5. Wobei die Mango seine Lieblingsfrucht ist, wie seine Mutter bemerkt.

Der dritte Act wurde von Archie Clapp auf die Bühne gebracht. Der Berliner aus Neukölln gilt als „heimlich berühmt“ in der Comedyszene und erzählte von seiner Berliner Nachbarschaft, mit all ihren Marotten. Clapp plauderte nicht nur aus dem Nähkästchen, er zauberte auch mit dem Kästchen. Ein Würfel verschwand – oder auch nicht? Und was ist mit dem Püschel, der ständig durch die Röhre muss? Archie Clapp erfreute mit seinem Auftritt zwar das Publikum, schaffte es aber auch nicht aufs Treppchen.

Nach Clapp stand Gregor Pallast auf der Bühne. Der Bonner sorgte mit politischem Kabarett für Stille im Publikum, denn er erinnerte beispielsweise an die Klimakonferenz, bei der Bonn Gastgeber war und brachte auch gleich ein Fläschchen Fidschi-Wasser mit; käuflich erworben in Bonn. Der Inselstaat Fidschi hatte nämlich vor zwei Jahren den Vorsitz der Konferenz. Pallast redete über Donald Trumps Umgang mit Politik und über die Noteninflation an deutschen Schulen. Beruflich als Lehrer tätig, konnte er von Bestnoten bei Schülern, wie auch bei Waschmaschinen erzählen. Für ihn selbst war an diesem Abend leider keine Bestnote drin.

Was präsentierten die Frauen an diesem Abend?

Nun waren endlich die Frauen dran. Sabine Murza alias Murzarella betrat als erstes die Bühne, aber nicht alleine. Sie brachte Frau Adelheit, Kalle und einen schrägen Vogel mit. Gesanglich deckte sie mit ihren Handpuppen die Bandbreite von Klassisch bis „Highway to hell“ ab. Nur mit „Atemlos“ tat sie sich schwer. Als einzige Bauchrednerin Deutschlands begeisterte Sabine Murza das Publikum und sicherte sich ein Platz unter den ersten Drei.

Der letzte Act war Hildegard Scholten und ihre Stärke ist Absurdität! Während sie noch mit ihrer Mutter telefoniert, bandelt sie mit dem Zuschauer Dirk dem Schlosser an, der die längste Praline der Welt hat, aber leider auch verheiratet ist. Hildegard hat viele Chancen auf einen Mann schon verpasst; der Einbrecher ist geflüchtet und Silvester war sie nicht im Kölner Hauptbahnhof. Bei ihren Auftritten ist Improvisation ihr Motto. So ist jede Show ein Unikat. Mit Gesang, Stil, Absurdität und ganz spontan brachte sie das Publikum auf ihre Seite und sich selbst aufs Treppchen.

Wer hat Brüskes Laach Ovend Cup gewonnen?

Alle sechs Künstler wurden mit einer Gage bedacht, aber es gab noch zusätzliche Preise. Das Publikum wählte die Sieger mittels Stimmabgabe und gegen 22 Uhr fand dann die Siegerehrung statt.

Auf den dritten Platz schaffte es Sabine Murza. Sie gewann 300€. Für den zweiten Platz gab es 400€ und den belegte Hildegard Schelten. Als Sieger und mit 1000€ ging Kevin O´Neal nach Hause, der mit großem Abstand und verdient auf Platz eins gewählt wurde.

Am 15. September 2019 findet der nächste Laach Ovend in der Linde-Arena statt. Karten unter buero@brueske.de oder den bekannten Vorverkaufsstellen.

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