Evangelische Kirchengemeinde Niederkassel erhielt "Grünen Hahn"

Im Rahmen des feierlichen Gottesdienstes am Sonntagvormittag (26.06.2022) verlieh die Superintendentin des Kirchenkreises an Sieg und Rhein, Almut van Niekerk, der Evangelischen Kirchengemeinde Niederkassel offiziell den „Grünen Hahn“.

Evangelische Kirchengemeinde Niederkassel erhielt "Grünen Hahn"

Es war ein besonderer Gottesdienst, geleitet von Pfarrerin Katharina Stork-Denker, in der evangelischen Auferstehungskirche Niederkassel am Sonntagvormittag. Die Zertifizierungsurkunde zur Auszeichnung mit dem grünen Hahn, unterzeichnet von Dr. Johann Weusmann, dem Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche Rheinland, bescheinigt den drei Niederkasseler Kirchen, dass die Gemeinden sich intensiv mit den Umweltwirkungen ihres Handelns befasst und die Bewahrung der Schöpfung in den Fokus gestellt haben.

Nachhaltigkeit in der Niederkasseler Kirchengemeinde

Der Nachhaltigkeitsausschuss der Gemeinde hatte in den vergangenen Jahren, unter der Leitung von Martina Lorscheid, in intensiver Detailarbeit Kennzahlen zusammengetragen, Konzeptideen entwickelt und damit die Vorgaben der Zertifizierung nach und nach erfüllt. Der „Grüne Hahn“ ist eine spezielle Methode für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, systematisch und kontinuierlich Umweltschutz zu betreiben. Hintergrund des kirchlichen Engagements war der Gedanke, dass auch Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen Heizenergie, Strom und Wasser verbrauchen sowie Treibhausgase emittieren. Umweltmanagementsysteme helfen dabei, Umweltentlastungen zu realisieren und betriebswirtschaftliche Einsparpotenziale aufzuzeigen.

„Wenn unsere Kirche den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung weitergibt, soll sie sich auch fragen, ob sie selbst diesem Ziel genügt. Dafür braucht es glaubwürdiges und transparentes Handeln. Wenn Kirche soziale, ökologische und wirtschaftliche Wirkungen eigenen Handelns erfasst, trägt sie dazu bei, dass auch kommende Generationen auf der Erde leben können“, so van Niekerk.

Rückblickend, so Martina Lorscheid, stecke in dem Prozess viel Arbeit, die manchmal mühsam und zeitintensiv gewesen sei. Nun werde man auf dem geplanten Weg zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit voranschreiten, damit auch die Rezertifizierung 2026 erfolgreich verlaufen werde.

Aufruf zur Beteiligung am Umweltmanagementsystem

Die Kirche ruft darüber hinaus zu einer aktiven Beteiligung am Umweltmanagementsystem auf. Der Aufruf richtet sich an alle, die gerne auch praktisch mit anpacken möchten, denen die Verschwendung von Energie und Geld missfällt und die darüber hinaus mit anderen Verbesserungsprozesse anstoßen wollen. Denn konkretes Handeln zur Bewahrung der Schöpfung und zum Klimaschutz sei wichtig. Alle, die sich dabei mit ihrem Talent, Wissen und Können beteiligen wollen, sind herzlich willkommen.

Darüber hinaus unterstützt die Evangelische Kirche im Rheinland die Einführung des „Grünen Hahn“ durch Beratungen und Vernetzung. Durch eigene Maßnahmen der Gemeinde und die Information darüber sollen auch die Niederkasseler Bürger motiviert werden, selbst Verantwortung für die Umwelt und gegen den Klimawandel zu übernehmen. Zukünftig ist die Zertifizierung an allen drei Kirchen durch eine „Umweltplakette“ auch rein äußerlich zu erkennen. Im Anschluss lud die Gemeinde nach dem Gottesdienst zum Sektempfang ins Gemeindehaus ein.

Logo