Mit 1,2 Promille auf E-Scooter unterwegs

Verdacht auf möglichen Drogeneinfluss wird durch Blutentnahme noch festgestellt

Mit 1,2 Promille auf E-Scooter unterwegs

Ein 25-jähriger Troisdorfer war heute Nacht gegen 03.00 Uhr in Rheidt mit einem unbeleuchteten E-Scooter unterwegs. Eine Polizei Streife hielt den 25-Jährigen an und kontrollierte ihn. Der junge Mann roch deutlich nach Alkohol, ein Alkotest ergab einen Wert von rund 1,2 Promille. Aufgrund seines Verhaltens hatten die Beamten den Verdacht, dass er neben Alkohol auch Drogen konsumiert haben könnte. Ein erster Drogentest reagierte positiv auf Amphetamine. Im Krankenhaus wurden dem Troisdorfer zwei Blutproben wegen des Verdachts des Führens von Kraftfahrzeugen unter Alkohol- und Drogeneinfluss entnommen.

Gut zu wissen

Die Fahrt auf einem E-Scooter unter Alkohol- und/ oder Drogeneinfluss kann zum Entzug der Fahrerlaubnis führen. Da E-Scooter zu den Elektrokleinstfahrzeugen (EKF) gehören, die laut § 1 eKFV als Kraftfahrzeuge definiert werden. Demnach gelten für die Führer von E-Scooter, die entsprechenden Alkohol- und Betäubungsmittelgrenzwerte für Kraftfahrzeugführer. Für Fahranfänger gilt im Rahmen der Probezeit beispielsweise der ausdrückliche 0,00 Promillewert.

Besonders jetzt in der Vorweihnachtszeit bietet der Handel sehr preisgünstige E-Scooter an, die oftmals keine Zulassung für die Straße haben.Hier daher weitere beispielhafte Regeln zur Nutzung eines Elektrokleinstfahrzeugs:

  • Nutzung ab 14 Jahren

  • Nutzung durch maximal eine Person

  • keine Fahrerlaubnis- oder Prüfbescheinigungspflicht

  • keine Helmpflicht

  • Anhänger und freihändiges Fahren nicht erlaubt

  • Handy und Smartphone-Verbot (Ausnahme: Smartphone Vorrichtung)

  • maximale Höchstgeschwindigkeit: 20 km/ h

  • Nutzung von Radwegen, bei fehlendem Radweg ist die Fahrbahn zu nutzen, die Gehwegnutzung ist verboten

  • Zusatzzeichen "Radverkehr frei" berechtigt nicht zum Befahren von Gehwegen oder Fußgängerzonen

  • technische Ausstattung: zwei voneinander unabhängige Bremsen (Vorder- und Hinterbremse), Beleuchtung und Reflektoren (auch abnehmbar), Klingelvorrichtung

  • Versicherungspflicht mit Versicherungsplakette und Sicherheitshologramm nach § 29a FZV, eigene Kfz-Versicherung notwendig, private Haftpflicht ist ungültig

  • Betriebserlaubnis (ABE, Einzelgutachten) und Fabrikschild erforderlich (Fahrzeugtyp "Elektrokleinstfahrzeug", FIN, Höchstgeschwindigkeit und Genehmigungsnummer der BE)

Die komplette Verordnung gibt es zum Nachlesen unter: https://www.dvr.de/verkehrsrecht/ekfv/1-15.html

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