GOP Bonn präsentiert „Beethovens verschollenes Werk“

Verschollen – entdeckt – uraufgeführt: Die Weltpremiere von Beethovens verschollenem Werk fand im Bonner GOP statt.

GOP Bonn präsentiert „Beethovens verschollenes Werk“

Welcher anderen Stadt gebührt sonst die Ehre im Beethovenjahr? Wo durch Corona die Veranstaltungen zu Beethovens 250. Geburtstag eher abgesagt wurden, gelang es dem GOP nach viermonatiger Pause wieder eine Show auf die Bühne zu bringen. Ein Kraftakt, der dem Gast ein sehenswertes Varieté bietet.

Der Zuschauer muss gut aufpassen, dass er den Überblick behält bei den Erzählebenen. Etwas verworren wird die Geschichte um die verschollene Oper erzählt, gleichzeitig aber auch die Oper selber. Regisseur Markus Pabst fungiert als Erzähler, als König und als Goethe. Dies macht es dem Zuschauer nicht leichter, sollte sich die Geschichte aus der Zirkuswelt doch eigentlich selbst erklären.

Insgesamt stehen acht Künstler auf der Bühne. Neben der Musik von Beethoven leistet auch Jack Woodhead einen großen musikalischen Beitrag. Der klassisch ausgebildete Pianist ist ein Gesamtkunstwerk aus Schrillem, Schönem und Können. Während der Mondscheinsonate fasziniert dann auch der große, aufgehende Mond auf der Bühne und unter die 9. Sinfonie schleicht sich ein Tinnitus. Auch so lässt sich Beethoven erleben.

Keinen Corona-Abstand auf der Bühne einhalten müssen „Collectif A4“, sie kommen aus einem Haushalt. Die beiden Pärchen haben frisch zusammen gefunden und bieten Luftakrobatik, Rhönrad und Peitsche. Ihre Duo Jonglage ist faszinierend fürs Auge. Erst vor drei Wochen sind sie aus Frankreich angereist: Alluana Ribeiro, Tom Proneur, Emilie Desvergue und Julien Siliau.

Auch der aus Berlin angereiste Tom Kriegler begeistert an den Strapaten. Mit seinen 22 Jahren hat er sich schon einen Namen gemacht und seine (steile) Karriere noch vor sich.

Missgeschicke sind sein Geschäft: Anthony Venisse. Eine rote Nase aus Klebeband, ein bisschen Farbe und schon verzaubert er die Zuschauer mit seiner Kunst. So leicht, wie seine Auftritte sich darstellen, so viel Arbeit steckt dahinter. Mal eben aus dem Klavier hüpfen will gelernt sein. Mimik und Gestik sind seine wichtigsten Werkzeuge als Pantomime.

Noch bis zum 01. November ist die Show zu sehen. 90 Minuten ohne Pause und mit einem professionellen Hygienekonzept. Karten unter: variete.de oder 0228 – 422 41 41.

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