Update zum Glasfaserausbau in Niederkassel

Nachdem im Niederkasseler Stadtteil Lülsdorf die Tiefbauarbeiten zum Glasfaserausbau abgeschlossen sind, wurden kurz nach Ostern die Arbeiten im Stadtteil Ranzel aufgenommen. Hier geben wir Euch ein Update zum aktuellen Stand des Ausbaus.

Update zum Glasfaserausbau in Niederkassel

Bei den Bürgern kommt das Angebot der Telekom sehr gut an. Bisher haben sich in beiden Stadtteilen jeweils rund 85 Prozent der Hauseigentümer dazu entschlossen, am Glasfaserprojekt teilzunehmen. Kosten entstehen erst dann, wenn das schnelle Netz tatsächlich genutzt wird. So spart jeder Hausbesitzer die regulären Hausanschlusskosten in Höhe von 799,95 Euro.

„Baustellennachsorge“ eingerichtet

Nachdem es in Lülsdorf Beschwerden über die Bauausführung gab, haben die Stadt Niederkassel und die bauausführende Firma Constructel eine enge Abstimmung in Sachen Baustellenmanagement getroffen. So trennte man sich von Sub-Unternehmen, die den Anforderungen nicht entsprachen und richtete eine sogenannte „Baustellennachsorge“ ein. Zur Vorstellung des Projekts trafen sich am Mittwoch Vertreter der Telekom, der Stadtverwaltung und der Firma Constructel an einer Baustelle in Ranzel. Übernommen hat die Aufgabe des Kontrolleurs Klaus-Peter Jonas, Sachbearbeiter beim Tiefbauamt der Stadt. Er hat die „Baustellennachsorge“ optimiert und als gelernter Tiefbauer die Firmenmitarbeiter fachmännisch geschult. „Ich bin täglich in den einzelnen Abschnitten des Ausbaugebiets unterwegs und überprüfe die auftragsgemäße Ausführung der Bauarbeiten. Es ist wichtig, dass die Straßen und Wege wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht werden“, so Jonas. Das sei allerdings nicht immer einfach für die Mitarbeiter, denn es gebe hier jeden Tag neue Überraschungen, so der Projektmanager der Firma Constructel, Lidio Guedes. „Wir haben mit unseren Mitarbeitern Änderungen bei der Durchführung der Baumaßnahmen beschlossen und so etliche Mängel abgestellt. Herausforderungen bereiten uns auch unvorhergesehene Arbeiten. Oft stoßen wir unvermutet auf dicke Betonteile in der Erde. Dann müssen wir Bürgersteige oder Hauseinfahrten mit schwerem Gerät bearbeiten, was zu Verzögerungen und Belästigungen für die Anlieger führt. Probleme gibt es auch, wenn wir drei verschiedene Pflasterungen bei den Erdarbeiten entfernen müssen und am Ende ein Stein kaputt geht oder gar fehlt. Dann wird von uns ein großer Aufwand betrieben, um so verlorene oder kaputte Steine zu ersetzen. Deren Wiederbeschaffung ist mit hohem Zeitaufwand verbunden und manchmal trotzdem nicht möglich, weil es die Steine zum Beispiel nicht mehr gibt“, so Guedes.

Gute Arbeit in Ranzel

In Ranzel läuft es, im Gegensatz zu Lülsdorf, bis auf kleine Ausbesserungen, gut. Dies liegt wohl auch am neuen Konzept, denn Constructel wird zukünftig nur noch stückweise die Straßen öffnen und dann wieder ordnungsgemäß und vollständig verschließen. Damit sollen die Belästigungen der Anwohner so gering wie möglich gehalten werden. Für die Kontrolle der Baustellen auf Privatgrundstücken sei die Stadt aus rechtlichen Gründen allerdings nicht zuständig, so die Fachbereichsleiterin Tiefbau und Liegenschaften Sonja Kreikemeyer. „Das liegt in der Zuständigkeit der Grundstückseigentümer und müsste dann mit der Firma Constructel als Ansprechpartner abgeklärt werden“, so Kreikemeyer.

Dauer der Bauarbeiten in Ranzel

Im Spätsommer oder Anfang Herbst sollen alle 1200 Anschlüsse in Ranzel verlegt sein. Sobald der Servicetechniker den Anschluß im Haus angeschlossen hat, kann der Kunde loslegen, sagte Daniel Zons, Projektleiter Technik bei der Telekom.

Weitere Infos

Alle wichtigen Informationen zum Ausbauprojekt Glasfaser Niederkassel gibt es unter: www.Niederkassel-connect.de . Weitere Infos zum Projekt findet man auch unter www.niederkassel-live.de . Dort hat man auch die Möglichkeit, Fragen an das Projektteam zu stellen.

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