Heißer Job an Rheidter Südstraße

Asphaltarbeiten bei hochsommerlichen Temperaturen

Heißer Job an Rheidter Südstraße

Nach langer Vorbereitungszeit begannen bei hochsommerlichen Temperaturen die Asphaltarbeiten, ausgehend von der Kreuzung Südstraße in Niederkassel-Rheidt bis hin zum neuen Kreisverkehr der zukünftigen neuen Ortsumgehung.

Die zu tätigen Arbeiten begannen mit der Asphalttragschicht, die für Tragfähigkeit der dann folgenden Asphaltbindeschicht sowie der dünneren Asphaltdeckschicht sorgt. Die dünne Deckschicht muss die größte Belastung durch den zukünftigen Straßenverkehr aushalten.

Die Straßenbaukolonne der ausführenden Firma Dr. Fink-Stauf GmbH & Co KG aus Much musste also sich nicht nur mit einer Außentemperatur von etwa 36° C auseinandersetzen, sondern auch mit einer etwa 160° C heißen Masse.

Die LKW-Ladungen mit der heißen Fracht gelangen über Wirtschaftswege zur Baustelle, wo sie einer nach dem anderen ihre Ladung dem High-Tech-Asphaltfertiger zuführen. Moderne Technik übernimmt also heute viele Arbeiten, dennoch müssen Kanalabdeckungen mit reiner Muskelkraft wieder freigelegt, sowie die eigentlichen Kanalringe eingesetzt werden. Anschließend verdichten Walzen die Asphaltmassen.

Nachdem der Asphalt ausgekühlt und ausgehärtet ist - was bei der momentanen Wetterlage etwas länger dauern kann - ist die Straße wieder befahrbar. Voraussetzung ist natürlich grünes Licht der ausführenden Firma.

Bauleiter Jean-Lutz Meißner weist daraufhin, Fahrradfahrer mögen bitte die Hinweise der Stadt Niederkassel sowie Absperrmaßnahmen befolgen. Sie sollten mit ihren Zweirädern die frisch asphaltierte, heiße Straße nicht queren und ihre Spuren hinterlassen. Dies passierte zuletzt leider immer wieder.

Wissen to go

Viele Menschen verwechseln den Asphalt mit Teer, welches an der ähnlichen Färbung liegen mag. Asphalt ist ein Gemisch aus Bitumen und unterschiedlichsten Gesteinskörnungen welcher schwarz gefärbt ist. Beim Teer geht die Farbe mehr ins bräunliche. Bitumen, als Bindemittel wird aus Erdöl gewonnen, während Teer seinen Ursprung in der Steinkohle hat. Teer ist stark gesundheitsgefährdend und seit 1984 in Deutschland im Straßenbau verboten. Teerhaltiges Material muss nach der Abfallverzeichnis-Verordnung entsorgt werden, wogegen ausgebaute Asphalte bedenkenlos neu verarbeitet werden können.

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