Sturm Sabine zieht über Niederkassel - Ein Zwischenfazit

Die Warnungen waren groß, die Vorbereitungen entsprechend sorgfältig. Wie erging es Niederkassel bisher?

Sturm Sabine zieht über Niederkassel - Ein Zwischenfazit

Seit Sonntag zieht Sturmtief „Sabine“ über Deutschland. Gegen Sonntagnachmittag traf es auf Niederkassel - blieb jedoch harmloser als erwartet. Heute beruhigt es sich grundsätzlich zunächst weiter, doch dann folgt ein weiteres Sturmfeld, das ab circa 17:00 Uhr nochmal für ordentlich Wind sorgen wird. Auch in den kommenden Tagen kann es weiter stürmisch bleiben. Die Computermodelle hatten den Sturm stärker vorhergesagt, als er tatsächlich war. Auch wenn die Unwetterwarnung aufgehoben ist, sollte man gefährliche Gebiete weiterhin meiden. Der Sturm ist noch nicht vorbei. Einige Regionen in der Umgebung melden bereits jetzt stärkere Windböen als gestern Abend und in der Nacht - so zum Beispiel Bornheim-Roisdorf.

Schulen und Kindergärten geschlossen

Die Feuerwehr Niederkassel hatte gegen 19:30 Uhr extra eine Führungsstelle eingerichtet, es blieb jedoch ruhig und die Führungsstelle wurde gegen 24:00 Uhr wieder aufgehoben. Bisher gab es keinen Einsatz in Niederkassel.

Die Stadt Niederkassel kündigte für ihre Kindertagesstätten an, nur eine Notbetreuung mit reduzierten Kräften vor Ort gewährleisten zu können. Die Kitas sind am Montag nicht geschlossen, es findet aber nur ein Notbetrieb statt - viele Eltern ließen ihre Kinder daher zu Hause.

An allen Niederkasseler Schulen findet zudem montags kein Unterricht statt, allerdings ist auch hier für eine Notbetreuung gesorgt. Für die Kinder, die in den Grundschulen einen OGS-Platz haben, wurde eine Betreuungsmöglichkeit angeboten. Um Austausch mit den jeweiligen OGS vor Ort wurde gebeten.

In Troisdorf rückten die Löschgruppen der Feuerwehr in der Nacht zu zwei kleineren sturmbedingten Einsätzen aus, am Morgen kam zu 16 witterungsbedingten Einsätzen. Die Feuerwehr sicherte Bäume ab und räumte Straßen frei. Insgesamt kam es im Rhein-Sieg-Kreis zu über 12o Einsätzen bei denen etwa 900 Einsatzkräfte vor allem abgeknickte Bäume und Äste beseitigen mussten. Besonders traf es Lohmar, Much, Hennef und Rheinbach.

In Köln gab es in der Nacht von Sonntag auf Montag rund 50 sturmbedingte Einsätze der Feuerwehr Köln. Umgestürzte Bäume, lose Fassadenteile oder herunter gefallene Äste mussten aufgeräumt werden.

In Bonn wurden bereits bis Mitternacht über 30 Einsatzstellen abgearbeitet. Am Nordfriedhof war beispielsweise ein Baum auf die Friedhofsmauer gefallen, in Tannenbusch stürzte ein Baum auf ein parkendes Auto. Im Einsatz waren rund 65 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren und weitere 25 Kollegen der Berufsfeuerwehr.

Verletzte gab es nach derzeitigem Kenntnisstand in der gesamten Region nicht.

Pendler betroffen

Glück hatten die Nutzer der Busse der RSVG und der SWB - hier konnten die meisten Linien fahren, wenn auch mit teils erheblichen Verzögerungen und Ausfällen einzelner Stationen.

Die Deutsche Bahn stellte den Fernverkehr komplett ein und startet erst langsam wieder im Norden Deutschlands mit den ersten Zügen. Der Meteorologe Jörg Kachelmann kritisierte im Deutschlandfunk diese komplette Einstellung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn wegen. Es handle sich lediglich um einen durchschnittlichen Wintersturm. Alarmismus ist dabei das falsche Mittel.

Passt weiterhin auf Euch auf:

  • Trefft entsprechende Sicherungs- und Schutzmaßnahmen

  • Bringt Euch in Sicherheit

  • Haltet Fenster und Türen geschlossen

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