Rheinspange 553: Priorisierte Variante führt durch Niederkassel

Straßen.NRW stellt neun mögliche Linienführungen vor. Bestnote für Variante durch Niederkassel. Null-Lösung ausgeschlossen

Rheinspange 553: Priorisierte Variante führt durch Niederkassel

Da waren es nur noch neun… Rüdiger Däumer vom Landesbetrieb Straßen.NRW und Projektleiter der Rheinspange 553 stellte der Presse am Dienstag die Varianten einer eventuellen Rheinquerung vor, die vertieft untersucht werden sollen. Aus siebzehn Varianten sei man zu einer Auswahl von neun sinnvollen Möglichkeiten der Rheinquerung gekommen. Diese Varianten werden coronabedingt auf einer Online-Infomesse präsentiert, die von heute (28. Oktober) an bis zum 6. November stattfindet. „Leider können wir derzeit nicht mit dem Infomobil in die Orte kommen und haben uns daher zu dieser Präsentation entschlossen. Die nun anstehenden vertiefenden Untersuchungen der neun Varianten werden voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 zur sogenannten Vorzugsvariante für die Rheinspange 553 führen“, so Däumer.

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Tunnel oder Brücke?

Interessant bei der Vorstellung der Varianten ist die sogenannte Sensitivitätsanalyse. Hier werden Mittelwerte der Rangfolgen und Mittelwerte der Zielerreichung tabellarisch aufgeführt und bewertet. Dabei zeigt sich, dass die derzeit beste Bewertung mit 67,2 % die Variante V6aB hat. Hierbei handelt es sich um eine von Wesseling ausgehende - als Brückenkonstruktion oder als Tunnelvariante realisierte - Rheinquerung, die nördlich von Niederkassel-Ort entlang läuft. Zielpunkt dieser Streckenführung wären ein Autobahnanschluss an die A59 in Höhe der Spicher Seen. Eine Rheinquerung zwischen Lülsdorf und Langel hält Däumer für wenig wahrscheinlich, da eine Tunnellösung wegen der Radien auf Godorfer Seite nicht möglich sei und ein Brückenbauwerk durch das FFH-Gebiet sowie das Retentionsbecken geführt werden müsste. Mit der Online-Präsentation möchte Straßen.NRW die Bürger weiterhin am Verfahren beteiligen und hofft auf rege Rückmeldungen. Man werde sich bemühen, alle Anfragen, Anregungen oder Beschwerden zeitnah zu beantworten, sagte Däumer.

Keine Null-Lösung

Ein sogenannte Null-Lösung wird es nicht geben. Wie Däumer auf Nachfrage sagte, habe das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Straßen.NRW mit der Planung einer neuen Autobahnquerspange (A553) zwischen der A59 und der A555 mit einer Rheinquerung zwischen Köln und Bonn beauftragt. Hier werde man nun die beste Variante aussuchen und dem Bund zur Entscheidung vorlegen. Eine Null-Lösung sei nicht der Auftrag gewesen.
Alle Infos gibt es hier: www.rheinspange.nrw.de.

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