Trinkwasser für Niederkassel – beste Qualität zum guten Preis

Wie gut ist das Niederkasseler Leitungswasser? Was ist eigentlich Kalk? Und was genau machen die Wasserwerke?

Trinkwasser für Niederkassel – beste Qualität zum guten Preis

Schwere Wasserflaschen vom Supermarkt nachhause schleppen, Pfandflaschen sammeln und diese dann mühselig im Pfandautomaten entsorgen – „zeitaufwändig, aber unerlässlich, will man gutes Trinkwasser haben!“ So ohne ähnlich denkt immer noch der ein oder andere Verbraucher. Doch muss das wirklich sein?

Uwe Nolting, technischer Leiter der Stadtwerke Niederkassel, weiß: Das Leitungswasser in Niederkassel ist von herausragender Qualität und muss sich hinter keinem Mineralwasser im Supermarkt verstecken. Dazu kommt: Es ist so günstig wie kein anderes Lebensmittel sonst – gerade einmal 0,15 Cent kostet ein Liter im Schnitt. Dass es dennoch Verbraucher gibt, die nicht von der guten Qualität des Leitungswassers überzeugt sind, ist für ihn ein Rätsel.

Kalk im Wasser – immer her damit!

Kalkhaltiges Wasser wird im Sprachgebrauch auch gerne als „hartes Wasser“ bezeichnet. „Je weicher das Wasser, desto besser“, denken viele und geben viel Geld für Wasserenthärter und Filtervorrichtungen für ihr Trinkwasser aus. Was viele jedoch nicht wissen: Dass Wasser hart beziehungsweise kalkhaltig ist, bedeutet nichts anderes, als dass es die Mineralstoffe Calcium und Magnesium enthält. Doch während Mineralwasser häufig mit seiner Calcium- oder Magnesiumhaltigkeit wirbt, halten sich die Vorurteile gegen Kalk im Leitungswasser weiterhin hartnäckig.

Wahr ist: Wer mit hartem Wasser wäscht, benötigt mehr Waschpulver, und sensible Geräte sollten regelmäßig von Kalk befreit werden, um ihre Funktionalität zu gewährleisten. Fest steht jedoch auch: Für den Körper ist Kalk, also Calcium und Magnesium keineswegs schädlich, ganz im Gegenteil. „Kalkhaltiges Wasser versorgt unseren Körper zusätzlich mit lebensnotwendigen Mineralien. Calcium sorgt für starke Knochen und Zähne. Magnesium ist notwendig für die Impulsübermittlung in den Nervenbahnen“, erläutert Uwe Nolting.

Kein Blei im Trinkwasser

Falsch sind übrigens auch Gerüchte, nachdem Blei oder andere Schwermetalle im Trinkwasser sind oder dieses aus der Kläranlage stammt. Uwe Nolting: „Unser Leitungsnetz enthält keine Bleileitungen, auch ist unser Trinkwasser nicht mir anderen Schwermetallen belastet. Unser Trinkwasser gewinnen wir mit Grundwasserbrunnen aus rund 20 bis 30 Meter Tiefe.“ Dieses Grundwasser ist ehemaliges Regenwasser. Auf seinem Weg in den Untergrund wurde es durch Mikroorganismen und die Filterwirkung des Bodens auf natürliche Art und Weise umfassend gereinigt.

Manch einer fürchtet auch, dass hoher Wasserverbrauch oder niederschlagsarme Zeiten auf kurz oder lang zu einer Trinkwasserknappheit bei uns führen könnten. Doch hier kann Uwe Nolting die Niederkasseler beruhigen: „Unser Grundwasservorkommen reicht aus, um auch mehrere trockene Jahre ohne eine Einschränkung bei der Förderung zu ‚überstehen‘. Das heißt jedoch nicht, dass wir in Niederkassel verschwenderisch mit Trinkwasser umgehen sollten. Dafür ist es viel zu schade.“

Und was macht das Wasserwerk?

Aber wenn es doch genügend Wasser in Niederkassel gibt und dieses sich gewissermaßen von alleine reinigt, wozu brauchen wir denn dann eigentlich das Wasserwerk? Ganz einfach: Das Wasserwerk sorgen dafür, dass das Wasser genau dann bei uns ankommt, wenn wir es benötigen. Leitungen werden verlegt, regelmäßig gewartet und ausgetauscht. Pumpen sorgen dafür, dass auch genügend Wasser vom Wasserwerk aus „nachgeschoben“ wird. Exakte Kalkulationen und neueste Technologien garantieren darüber hinaus, dass auch in Zeiten mit besonders hohem Wasserverbrauch – beispielsweise an einem besonders heißen Sommertag oder der Halbzeitpause eines WM-Finales – die durchgängige Wasserversorgung gewährleistet ist.

Es passiert also so einiges, wenn wir den Wasserhahn öffnen. Dabei ist eines sicher: Stets sprudelt Trinkwasser von bester Qualität heraus. In diesem Sinne: „Prost, Niederkassel!“

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Dieser Artikel erschien zuerst im machPuls-Magazin 2/2021.

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