„Grüne Mitte“ in Niederkassel eröffnet

Im Zentrum von Niederkassel wurde vor einigen Wochen ein neuer Park gebaut, samt Blühwiese, Nutzgarten, Büschen und Sitzbänken. Jetzt wurde die Ruhezone endlich eröffnet.

„Grüne Mitte“ in Niederkassel eröffnet

Immer wenn in der Niederkasseler City ein Haus abgerissen wurde, entstand sogleich eine neue Baustelle und in kurzer Zeit wurde ein meist größerer Häuserkomplex hochgezogen. Damit rechneten die Niederkasseler Bürger auch, als ein älteres Einfamilienhaus an der Ecke Nießengasse / Hauptstraße der Spitzhacke zum Opfer fiel. Doch es entstand etwas ganz anderes. Alle Infos dazu in unserem ersten Artikel Neuer Park in Niederkassel-Ort.

Am Donnerstagnachmittag kamen Bürgermeister Stephan Vehreschild, die Beigeordneten Dr. Stephan Smith und Carsten Walbröhl, sowie Fachbereichsleiter Friedel Höhn in die „Grüne Mitte“ Niederkassels zur Eröffnung. Diesmal dominierten nicht Beton und Glas die Szenerie, sondern Pflanzen, Büsche, Bäume und eine üppige Blumenwiese. Der kleine Park, mit zwei Zugängen, wurde aber nicht von einem Architekten entworfen, sondern von den Mitarbeitern des Niederkasseler Bauhofs. „Ich bedanke mich bei allen städtischen Mitarbeitern, die an diesem besonderen Projekt mitgewirkt haben“, sagte Vehreschild. Frank Fütterer, Leiter des Bauhofs und seine Stellvertreterin Martina Balensiefen hatten mit ihren Kollegen das grüne Projekt eigenständig geplant, entworfen und auch umgesetzt.

Hingucker im Park ist kein gepflegter englischer Rasen, sondern eine große Blühwiese, die schon bei manchem Bürger zu Nachfragen im Rathaus führte, da sie jetzt schon recht hoch gewachsen ist. Auf die Frage: „Wann wird die Wiese denn gemäht“, gab es die Antwort, das dies höchstens zweimal im Jahr geschehe, da die verschiedenen Blumen und Gräser in dieser Form allen Insekten eine natürliche Nahrungsgrundlage mitten in der Stadt bieten. Drei Bänke auf dem Areal, von denen man dann entspannt dem regen Treiben auf der Hauptgeschäftsstraße zusehen kann, laden zum Verweilen ein. Ergänzt wird die grüne Oase im Stadtzentrum durch einen mehrstufig angelegten Kräutergarten. Hier wachsen unter anderem Zucchini, Thymian, Rosmarin und Salbei, die von den Bürgern auch geerntet werden dürfen, sagte Frank Fütterer. Das sollte allerdings nur in kleinen Portionen geschehen und nicht, wie vorgekommen, kommerziell genutzt werden. Vehreschild bedankte sich bei den Mitarbeitern des Bauhofs nicht nur verbal, sondern lud sie zu einem Umtrunk und gemeinsamen Grillen ein.

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