Aufwertung der Niederkasseler Sportstätten: Baumaßnahmen im Gespräch

Die Niederkasseler Sportstätten sollen aufgewertet werden. Deshalb hat die Verwaltung mit vier Niederkasseler Vereinen Gespräche über von den Sportvereinen geplante beziehungsweise gewünschte Baumaßnahmen geführt.

Aufwertung der Niederkasseler Sportstätten: Baumaßnahmen im Gespräch
  • Der 1. FC Niederkassel 1920/2010 e. V. beabsichtigt den Bau einer Sitzplatztribüne mit Überdachung auf dem Sportplatz an der Spicher Straße. Für eine Kostenorientierung wurden vom Verein erste Angebote eingeholt.

  • Der TuS Mondorf 1910/1920 e.V. und der FC Hertha Rheidt 1916 e.V. möchten im Sportpark Süd drei Maßnahmen durchführen. Diese teilen sich wie folgt auf: 1. Die vorhandene Zuschauertribüne soll in einem Teilbereich in Richtung des Vereinsheims eine Überdachung erhalten. 2. Die bestehende Terrasse des Vereinsheims soll vollständig überdacht werden. 3. Es soll eine Sitzplatztribüne mit Überdachung an einem der beiden Nebenspielfelder gebaut werden.

  • Die SpVgg Lülsdorf-Ranzel 1959 e.V. beabsichtigt zwei Maßnahmen umzusetzen, wobei hier beides reine Überdachungen sind. Eine Baugenehmigung wurde zuvor bereits durch den Verein selbst erwirkt.

Kann das Landesförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ helfen?

Anlass zu diesen beabsichtigten Baumaßnahmen ist das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit stehen bis zum Ende des Jahres 2022 insgesamt 300 Millionen Euro für Sportvereine und -verbände zur Verfügung. Der 1. FC Niederkassel hatte sich daher mit der Idee an die Verwaltung gewandt, eine überdachte Tribünenanlage auf der Sportanlage Spicher Straße fördern zu lassen. Schnell zeigte sich allerdings, dass die Anforderungen des Förderprogramms für die Vereine nicht zu erfüllen waren, da sich die Sportanlagen nicht im Eigentum der Sportvereine befinden und auch nicht von ihnen gepachtet oder langfristig gemietet, sondern Eigentum der Stadt Niederkassel sind.

Investitionen von Seiten der Stadt Niederkassel

Aufgrund dieser problematischen Fördersituation entstand die Idee, die fraglichen Investitionsmaßnahmen durch die Stadt selbst durchzuführen. Als Budgetobergrenze für alle Vereine wurde eine Summe von 300.000 Euro vereinbart. Die Mittel sollen 2022 aus Einsparungen realisiert werden. Die entsprechende Überprüfung der Investitionsbudgets wird durchgeführt.

Baumaßnahmen werden weiter geprüft

Nach ersten Gesprächen mit den Vereinen lässt sich jetzt schon feststellen, dass die angedachte Budgetobergrenze von 300.000 Euro bei Weitem nicht ausreichen wird. Der Umfang der hierfür notwendigen finanziellen Mittel muss von der Verwaltung im Rahmen von gemeinsamen Planungsgesprächen mit den Vereinen erarbeitet werden. Grundsätzlich werden die Sportstätten der Stadt Niederkassel durch diese Maßnahmen erheblich aufgewertet. Trotz dieser Aufwertung dürfen aber auch die Folgekosten solcher Maßnahmen nicht außer Acht gelassen werden. Die Aufwendungen für die Abschreibungen, die Wartung und Unterhaltung der Anlagen müssen erwirtschaftet werden. Die Maßnahmen werden nach Planungsgesprächen mit den Vereinen in einem weiteren Schritt dem Ausschuss für Bauen und digitale Infrastruktur zur Freigabe vorgelegt.

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