Weihnachtsbäume gegen Spende verschenkt

Feuerwehr, Trecker- und Fahrradfreunde unterstützen mit 712 Euro die Arbeit des Hospizvereins

Weihnachtsbäume gegen Spende verschenkt

Vor neun Jahren pflanzte Karl-Heinz Jonas auf seinem weitläufigen landwirtschaftlichen Gelände in Ranzel eine Reihe kleiner Tannenbäumchen. Diese sollten, nachdem sie nun die richtige Größe hatten, als Weihnachtsbäume in den Verkauf gehen. Durch Corona und die damit verbundenen vielfältigen Auflagen für Verkäufer, sah Jonas von einem Verkauf ab und verschenkte die Weihnachtsbäume an Freunde und Bekannte. Diese wiederum wollten einen kleinen Obolus dafür entrichten und so wurde ein Sammeldose aufgestellt. Schnell war diese mit 600 Euro gefüllt und auch ein Adressat für die Spende gefunden. „Ich bin sehr angetan von der Arbeit des ambulanten Niederkasseler Hospizdienstes, die ich beim Besuch meiner Mutter und meiner Schwiegermutter, die beide in einem Lülsdorfer Seniorenheim leben, gesehen habe. Dazu gehören sehr viel Empathie, Verständnis und Mitgefühl, eine Aufgabe, der bestimmt nicht jeder Mensch gewachsen ist“, so Karl-Heinz Jonas. Da auch die Freiwillige Feuerwehr vor ihrem Gerätehaus erstmals einen stattlichen Weihnachtsbaum aufgestellt hatte, der auch von der Familie Jonas kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, ging man auch dort mit der Sammelbüchse rund und am Ende kam dabei die Notrufnummer der Feuerwehr – 112 - in Euro zusammen. Damit konnte man dem Hospizverein einen Spendenscheck über 712 Euro überreichen.

Zur Spendenübergabe kam am Dienstag der Vorsitzende des ambulanten Hospizvereins, Jochen van Üüm, nach Ranzel. Er bedankte sich nicht nur für die Spende, sondern erzählte auch etwas über die Arbeit des Vereins, der 2007 gegründet wurde, derzeit 340 Mitglieder hat und dessen ehrenamtliche Hospizhelfer unentgeltlich zu den Menschen nach Hause oder ins Pflegeheim kommen. „Wir wollen Menschen bei schwerer Krankheit, in der letzten Lebensphase und in Zeiten der Trauer informieren, beraten, begleiten und trösten. Unsere derzeit 48 gut ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen unterstützen und entlasten die Schwerkranken und Sterbenden sowie Ihre Angehörigen zu Hause oder im Heim und sind auch in der Zeit der Trauer für sie da“, so van Üüm. Das jährliche Budget des Vereins beträgt ca. 100.000 bis 110.000 Euro. Finanziert werden diese Ausgaben durch den Förderbetrag der Krankenkasse (ca. 70.000 Euro), durch die Mitgliedsbeiträge (ca. 11.000 Euro) und durch Spenden. Nicht gefördert wird zum Beispiel ein Drittel der Personal und Sachkosten, die dann durch Spenden gedeckt werden müssen. „Wir sind daher froh um jeden Euro, damit wir unsere Arbeit weiter so kontinuierlich wie bisher fortsetzen können“, so der Vorsitzende Jochen van Üüm.

Weitere Infos gibt es hier: www.hospiz-niederkassel.de

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