Privatnutzung von (Elektro) Fahrrädern ab 2019 steuerfrei

Die Nutzung von (Elektro) Fahrrädern ist aus ökologischer Sicht sinnvoll. Um hier auch steuerliche Anreize zu setzen, wird die private Nutzung eines betrieblichen Rads ab sofort steuerfrei. Doch es gilt einige Punkte zu beachten.

Privatnutzung von (Elektro) Fahrrädern ab 2019 steuerfrei

Erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber - zusätzlich zum ohnehin vereinbarten Gehalt - ein Dienstrad, das Sie auch privat nutzen dürfen, bleibt der geldwerte Vorteil seit dem 01.01.2019 steuer- und beitragsfrei. Bei der Steuererklärung erfolgt auch keine Anrechnung auf die Entfernungspauschale. Das heißt: Trotz Steuerfreiheit können Sie die Entfernungspauschale ungekürzt in der Steuererklärung angeben.

Von der Regelung können neben Arbeitnehmern auch Selbstständige mit Betriebsrad profitieren. Sie müssen für die private Nutzung keine Privatentnahme versteuern. Dies spart Einkommen- und Umsatzsteuer.

Was gibt es zu beachten?

1. Die neue Steuerbefreiung gilt nicht für solche Elektrofahrräder, die verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzuordnen sind (wie z. B. Elektrofahrräder, deren Motor auch Geschwindigkeiten über 25 km/h unterstützt). Für diese gelten die Regelungen der Dienstwagenbesteuerung - also bei Elektrofahrrädern die neu eingeführte 0,5-%-Regelung.

2. Die Steuerbefreiung ist auf drei Jahre befristet. Sie ist letztmals für den Veranlagungszeitraum 2021 anzuwenden sowie beim Steuerabzug vom Arbeitslohn auf Vorteile, die in einem vor dem 01.01.2022 endenden Lohnzahlungszeitraum oder als sonstige Bezüge vor dem 01.01.2022 zugewendet werden. Der Anschaffungszeitpunkt für das betriebliche Fahrrad ist dabei unerheblich. Entscheidend ist allein die Überlassung im Begünstigungszeitraum.

3. Es wird die „Überlassung“ (auch zur privaten Nutzung) eines Fahrrads an den Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber gefördert. Die „Übereignung“ eines Fahrrads durch den Arbeitgeber ist weiterhin in Höhe des geldwerten Vorteils steuerpflichtig.

4. Voraussetzung der Steuerbefreiung ist jedoch, dass die Vorteile zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Gehaltsumwandlungen will der Gesetzgeber demnach nicht fördern.

5. Beim Arbeitgeber ist die private Nutzung eines betrieblichen Fahrrads nicht als private Nutzungsentnahme zu erfassen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei uns:

Steuerberater Klaus Wallersheim

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