Löscheinheiten proben Ernstfall im Matsch

Ausbildungslücke konnte geschlossen werden.

Löscheinheiten proben Ernstfall im Matsch

Für einen möglichen Einsatz muss jeder Handgriff immer und immer wieder trainiert werden, genauso wie die Fahrten zu Brandherden oder anderen Einsatzorten. Dass diese Fahrten vielleicht nicht immer nur über Asphalt, sondern auch durch matschigen Untergrund führen, ist klar. Allerdings konnten die Wehrleute genau das bisher noch nicht trainieren. Daher kam Fahrlehrerausbilder Andreas Hombach gemeinsam mit Einheitsführer Marcel Eidens auf die Idee, diese Lücke zu schließen und die Fahrzeugführer das Verhalten ihrer tonnenschweren Einsatzwagen auf matschigem und rutschigem Terrain erforschen zu lassen.

Nach Rücksprache mit Wolfgang Brüßel, Geschäftsführer der Gartenbaufirma Gottfried Schumacher Betriebe, stellte dieser den Wehrleuten eine große Wiese als Übungsgelände zur Verfügung. Am Samstag kamen sechs Teilnehmer zu einem ersten Kurs in die VFR Verkehrsfachschule Rheinland GmbH. Hier wurde in drei Theorie-Unterrichtsstunden der Einsatz unter den extremen Bedingungen erörtert. Dabei besprach man unter anderem das Verhalten von Allradfahrzeugen, den Einsatz der Differentialsperre und das Fahren mit Single- und Zwillingsreifen. Dann fuhren die Teilnehmer zur praktischen Übung nach Niederkassel.

Nasse Wiese erweist sich als ideales Gelände

Unter den Augen von Stadtbrandinspektor Heinz-Ewald Verwey, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Niederkassel, drehten die KFZ-Führer Runde um Runde und die verschiedenen Einsatzfahrzeuge sanken schnell tief in den Fahrspuren ein oder schlitterten über das nasse Gras.

„Auf der Straße kann jeder fahren. Aber hier zeigt sich jedem Fahrer, wie sich sein Einsatzwagen unter solchen Bedingungen verhält und er lernt, wie er damit umgehen muss“, so Verwey. Mit kleinen Videos, Fotos sowie Besprechungen und Erklärungen vor Ort, wurde nach jeder Runde Manöverkritik geübt. Hin und wieder reichten auch die besten Ratschläge nicht, denn dann steckte der Wagen fest und musste vom Traktor wieder freigeschleppt werden. Diesen hatte Marcel Eidens sich von Landwirt Richard Grondal für alle Fälle ausgeliehen und damit genau richtig gelegen. Nach vier Unterrichtsstunden endete der erste Kurs mit vielen neuen Erkenntnissen für die meist noch jungen Fahrzeugführer, von denen aber alle mit viel Spaß und Freude bei der Sache waren.

Übrigens: Nach der Veranstaltung wurden die eingesetzten Fahrzeuge wieder gereinigt.

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