Ehrenamtler für Niederkassel: Neue Schülerlotsen für die Verkehrssicherheit

Um Kindern einen sicheren Schulweg zu bieten, engagieren sich Bürger als Schülerlotsen. Um das Ehrenamt richtig und vor allem sicher auszuführen, muss Einiges beachtet werden. Dafür werden die Lotsen in ihre Aufgabe professionell eingeführt.

Ehrenamtler für Niederkassel: Neue Schülerlotsen für die Verkehrssicherheit

Nachdem in der letzten Woche die Erstklässler eingeschult wurden, ist für viele Kinder der tägliche Weg zur Schule meist die erste Strecke, die sie regelmäßig alleine zurücklegen. Für die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten bedeutet das auch häufig Sorgen bis ihr Kind gesund und wohlbehalten wieder nach Hause zurückkehrt. Das gilt natürlich auch für die übrigen Kinder der Grundschule.

Warum sind Schülerlotsen wichtig?

Laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamts zu Kinderunfällen ereignen sich 27,7 % der Unfälle mit Kindern in der für den Schulweg typischen Zeit. Um dieses Risiko zu reduzieren werden viele Schulen durch ehrenamtliche Helfer unterstützt. Die sogenannten Schülerlotsen sichern beispielsweise viele befahrene Straßen ab und tragen erheblich zur Verkehrssicherheit der Schüler bei.

Ausbildung neuer Schülerlotsen in Uckendorf

Am Montag, den 23. August 2021 wurden im Niederkasseler Stadtteil Uckendorf fünf Verkehrshelferinnen, im Beisein der Uckendorfer Lotsenkoordinatorin, von Polizei-Hauptkommissarin Heike Jakob in die wichtige Aufgabe zur Verkehrshelferin beziehungsweise Schülerlotsin eingewiesen. Dazu trafen sich die fünf Ehrenamtlerinnen sowie die Kommissarin am Fußgängerüberweg Schäferstraße in Uckendorf.

Heike Jakob gab den fünf anwesenden Damen wertvolle Tipps für ihre ehrenamtliche Tätigkeit, die am frühen Morgen etwa 20 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Wichtig ist unbedingt die Verkehrshelferweste zu tragen und die Kelle zu nutzen. Die Verkehrshelfer haben keine Polizeibefugnisse, dürfen deshalb nicht den Verkehr regeln oder Verstöße ahnden. Bei Problemen mit Verkehrsteilnehmern sollten Hinweise der Polizei gemeldet werden. Wichtig ist, sich das Kfz-Kennzeichen zu merken, eventuell Personenbeschreibung, Datum, Uhrzeit und weitere Zeugen aufzuschreiben. Bei Problemen mit Schulkindern sollte die Schulleitung beziehungsweise der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin eingeschaltet werden. Des Weiteren sollten die Lotsen witterungsangepasste Kleidung tragen, in der dunklen Jahreszeit helle Kleidung und eventuell Reflektoren. An der Straße warten die Lotsen bis sich eine Schülergruppe angesammelt hat und eine Lücke im Verkehrsstrom genutzt werden kann. Als vorderstes Fahrzeug darf wegen der Sichtbehinderung kein Bus oder LKW angehalten werden. Der Lotse betritt als Erster die Fahrbahn, dann folgen die Schüler. Dann verlässt der Loste als Letzter die Fahrbahn. Wenn die Kelle nicht im Einsatz ist wird sie seitlich nach unten positioniert, im Einsatz dagegen seitlich nach oben gehalten. Die Verkehrshelfer sollten stets auch an ihre eigene Sicherheit denken und konzentriert zu Werke gehen. Gegen Ende der informativen Ausführungen der Polizei-Kommissarin erhielten die Damen alle den Lotsenbrief, der alle Informationen noch einmal in schriftlicher Form enthielt.

Ihr wollt auch Schülerlotse werden?

Wer Interesse hat, den Schulweg der Kinder beziehungsweise den sicheren Weg zur Bushaltestelle zu unterstützen, muss etwa 20 Minuten Zeit dafür aufbringen. Das muss nicht unbedingt ein Familienangehöriger sein, das kann auch ein rüstiger Rentner machen. Sollte Euer Interesse geweckt sein, dann meldet Euch unter folgender Mailadresse: dirv-kverkehrsunfallpraev.rhein-sieg-kreis@polizei.nrw.de.

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