Ranzeler Neubaugebiet „Im Lustgarten“ vorgestellt

12 Familien freuen sich auf den Baubeginn ihres Eigenheims

Ranzeler Neubaugebiet „Im Lustgarten“ vorgestellt

Die Stadtentwicklungsgesellschaft Niederkassel (SEG) konnte am Mittwoch ihr jüngstes Projekt in Ranzel, das Neubaugebiet „Im Lustgarten“, vorstellen. Geschäftsführer Sebastian Fischer begrüßte dazu neben Bürgermeister Stephan Vehreschild und Mitarbeitern der Fachbereiche 7 (Tiefbau) und 9 (Abwasserwerk), auch die Vorsitzenden des Bau- und Planungsausschusses, Helmut Plum und Dano Himmelrath, sowie Mitarbeiter der Tiefbaufirma Hess und Fabian Bongartz vom Ingenieurbüro HeBo, der die fachliche Planung und Bauleitung hatte.

Nach einem halben Jahr ist nun der Grundausbau im Neubaugebiet, zwischen der Porzer Straße, dem Kronenweg und der Straße In der Auen, fertiggestellt. Die Grundstücke, die bereits durch die SEG veräußert wurden, sind nun für die Bebauung freigegeben. Entstehen werden hier sechs Einfamilienhäuser und sechs Doppelhaushälften. Um den Parkdruck in dem Bereich gerecht zu werden, müssen alle Häuser über je zwei Parkplätze verfügen. Dazu kommen noch acht öffentliche Parkplätze. Angebunden ist das Neubauviertel nach seiner Fertigstellung an die Straße In der Auen. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der Artenschutz von einem weiteren Ausbau des Viertels nicht mehr tangiert wird, soll die Zufahrt nur noch vom Kronenweg aus möglich sein.

„Die 180 Meter Straße hatten es aber in sich und stellten uns vor große Herausforderungen. Wir mussten das Gelände modellieren und viele Dinge machen, die sonst nicht notwendig sind“, so Bongartz zu dem Ausbau der Straße, die an einem Hang liegt. Das Hauptaugenmerk bei den Bauarbeiten lag dabei auf der Versickerung des Regenwassers. Daher musste ein Trennsystem für Regen- und Abwasser aufgebaut werden, damit das Regenwasser einem Versickerungsbecken zugeführt werden kann. Die Dimension des Versickerungsbeckens ist so ausgelegt, dass sich nur bei extremem Starkregen ein freier Wasserspiegel zeigen wird. Neben dem Kanalsystem wurden auch Glasfaserkabel, Strom- und Telekommunikationsleitungen verlegt. Für die Zuwegung zum Baugebiet hatte sich die SEG zum Bau einer Behelfsstraße entschlossen. „Wir wollten es den Bewohnern In der Auen nicht zumuten, sich über viele Monate die enge Straße mit großen Baufahrzeugen teilen zu müssen und auch die Straßenbeschaffenheit hätte Schaden nehmen können. Daher wurde eine Ersatzstrecke, die am Jugendtreff Widdig vorbei und dann durch die Felder zum Baugebiet führt, angelegt. Nach Beendigung der Bauarbeiten wird die Straße komplett zurückgebaut und wieder landwirtschaftliche Fläche werden“, so Fischer.

Einen Zeitzeugen hatte Bürgermeister Stephan Vehreschild eingeladen. Adi Santen, Ranzeler Urgestein, konnte sich noch gut an das jetzige Baugebiet erinnern. „Hinter einem landwirtschaftlicher Betrieb an der Porzer Straße lag eine große Obstwiese, die den Ranzelern auch als Naherholungsgebiet diente. Hier konnte man lustwandeln“, so lachend Adi Santen. Ob der Name der alten Gemarkung „Im Lustgarten“ daher rührt, ist nur eine von vielen Möglichkeiten.

Auch wenn die Obstwiesen nun durch die Baumaßnahmen verschwunden sind, so wird der Natur doch etwas zurückgegeben, denn die Bauherrn werden auf ihren Grundstücken Nistkästen für Fledermäuse aufstellen, denn deren Jagdrevier war ein Teil des Baugrunds. Als weitere Ausgleichsmaßnahme für das Bauvorhaben wird rund um den Bolzplatz, unterhalb des Jugendclubs Widdig gelegen, eine Streuobstwiese angelegt und es werden weitere Nistkästen für Fledermäuse aufgestellt.

Lob gab es von Geschäftsführer Fischer für die gute Zusammenarbeit zwischen der SEG und allen an der Erschließungsmaßnahme beteiligten Firmen für den reibungslosen Ablauf. Sein besonderer Dank galt auch den Anwohnern, die mit offener Kommunikation die Bautätigkeiten bisher begleitet hatten. Der Straßenendausbau wird die Firma Hess nach Beendigung aller privaten Bauarbeiten durchführen.

Logo