Mondorfer Ponyinsel sucht dringend neuen Standort

Nach einer erneuten Begehung und Sichtung der Ponyinsel in Mondorf durch Vertreter/innen des städtischen Bauamts sowie der Umweltbehörde des Rhein-Sieg-Kreises sieht es für die Betreiberinnen der Ponyinsel, Anke Kluth und Johanna Grohs, schlecht aus.

Mondorfer Ponyinsel sucht dringend neuen Standort

Schon im Oktober letzten Jahres haben wir Euch über die schlechten Aussichten für die Ponyinsel in Mondorf berichtet. Die Aussicht, dass der Betrieb oberhalb des Mondorfer Hafens weitergeführt wird, scheint nun sehr unwahrscheinlich.

Was sagt das städtische Bauamt zur Schließung der Ponyinsel?

„Als zuständige Behörde sind wir verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Auflagen zum Naturschutz eingehalten und umgesetzt werden. Es ist bedauerlich, dass sämtliche Vorschläge zur Fortführung der Ponyinsel verworfen werden müssen. Diese hätten bauliche Maßnahmen zur Folge gehabt, die baurechtlich mit dem Naturschutzgesetz beziehungsweise der Wasserschutzverordnung nicht vereinbar sind. Es gibt mehrere ähnlich gelagerte Fälle in unserem Zuständigkeitsbereich und wir können hier keine Ausnahme machen. Die Stadt Niederkassel hat sich bemüht, geeignete Ausweichflächen zur Verfügung zu stellen, kann sie jedoch momentan nicht anbieten“, so die städtische Fachbereichsleiterin Sabine Manheller.

Für die Betreiber der Ponyinsel stellt sich die derzeitige Situation natürlich anders dar. Es ist für die beiden Frauen kaum nachvollziehbar, dass nach 40 Jahren Pferdehaltung auf dem Gelände nun ein Schlussstrich gezogen werden soll.

Kein neuer Standort bedeutet für einige Ponys das Ende

„Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Es ist uns klar, dass wir uns schließlich den behördlichen Auflagen beugen müssen. Wir hoffen nur, dass man uns so lange Zeit gibt, bis wir ein geeignetes Gelände in der näheren Umgebung gefunden haben. Das wird nicht so einfach sein und wird vermutlich ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Die Suche und letztendlich der Aufbau eines "Gnadenhofes" geht nicht von heute auf morgen. Sollte dies nicht innerhalb einer bewilligten Frist geschehen, sind wir gezwungen unsere Ponys abzugeben. Für einige der Tiere bedeutet das unweigerlich den Weg zum Schlachthof“, sagt Johanna Grohs.

Alles weitere ist nun abhängig von den Beschlüssen der zuständigen Behörden der Stadt und des Kreises, die sich intern abstimmen.

Wer Hilfestellung bei der Suche nach einem neuen Standort anbieten kann, der melde sich bitte unter 0170-8830684 oder 0151-63347863.

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