Mondorf: Havarist ist nun in der Lux-Werft angekommen

Die Fähre "Siebengebirge", die den Fährbetrieb zwischen Bad Honnef und Remagen-Rolandseck aufrecht erhält, ist vor einigen Tagen auf dem Rhein mit einem Tankschiff kollidiert. Nun ist die Fähre in der Lux-Werft angekommen.

Mondorf: Havarist ist nun in der Lux-Werft angekommen

Am Freitag, den 25. Februar 2022 wurde die in Mitleidenschaft gezogene Fähre zur Instandsetzung in die Werfthalle der Lux-Werft und Schifffahrt GmbH gebracht. Das Fährschiff "Siebengebirge" der Fährgesellschaft Honnef Pool GmbH & Co KG wurde seinerzeit (2015) von der Lux-Werft gebaut. Die Fähre ist 50 m lang, hat eine Breite von 14 m und ein Gewicht von etwa 140 Tonnen.

Zurück in der Lux-Werft Mondorf

Auf dem Wasserweg schaffte es die angeschlagene Fähre bis nach Mondorf, wo sie vor dem Werftgelände längsseits ging. Über eine werkseigene Helling wurde sie aus dem Wasser auf das Werftgelände gezogen. Eine Helling ist die schräg abfallende Fläche, auf der Schiffe mitunter gebaut bzw. fertig gestellte Schiffe anschließend beim Stapellauf zu Wasser gelassen werden.

Nachdem die Fähre aus dem Wasser war musste sie mit viel Feingefühl in die moderne Werfthalle manövriert werden. Dazu hatten die Verantwortlichen das in Moers am Niederrhein spezialisierte Schwerlast-Unternehmen Kahl GmbH beauftragt, die am Freitag bereits um 6:00 Uhr auf dem Werftgelände eintraf. Die zu reparierende Fähre war zu diesem Zeitpunkt schon aus dem Wasser und lag aufgedockt auf dem Trockenen.

Besonderer Transport notwendig

Für den Transport von Schwerlasten bieten sich selbstfahrende Schwerlastmodule an, die bei der Aufgabenstellung in Niederkassel-Mondorf zum Einsatz kamen. Unter der Bezeichnung SPMT (self propelled modular transport systems) wird dieses System zum Transport sowie auch zur exakten Positionierung von großen und schweren Lasten eingesetzt. Die Firma Kahl setzte zwei Sechsachser-Schwerlastmodule mit hydraulischer Lenkung per Fernbedienung und einer hohen Tragfähigkeit der Ladeflächen ein. Die einzelnen Radaufhängungen waren alle separat über Funkfernbedienung steuerbar und alle einzeln höhenverstellbar, was auf dem Weg über das etwas hügelige Werftgelände auf dem Weg zur großen Werfthalle von Nutzen war.

Mit der Entladung der Selbstfahrmodule, deren Positionierung und Einrichtung unter der Fähre, dem vorsichtigen Transport in die Werfthalle sowie den anschließenden Tätigkeiten für den Rücktransport der Selbstfahrmodule nach Moers waren etwa vierzehn Stunden von Nöten. Dazu waren seitens der Firma Kahl fünf Mitarbeiter vor Ort im Einsatz.

Nach vorsichtiger Aussage der Fachleute und Experten der Firma Lux wird die Reparatur mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Dann wird das ganze Prozedere in entgegengesetzter Richtung noch einmal stattfinden.

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