Martinszüge im Niederkasseler Stadtgebiet

In diesem Jahr konnten nach einem Jahr Pause endlich wieder die Sankt Martinszüge im Niederkasseler Stadtgebiet stattfinden. Im Folgenden findet Ihr die Berichte dazu.

Martinszüge im Niederkasseler Stadtgebiet

Martinszug in Mondorf

Am Freitag, den 5. November 2021 setzte sich um 17:00 Uhr der seit über 70 Jahren veranstaltete Martinszug in Bewegung durch die Mondorfer Straßen.

Neben St. Martin - Addi Pinno, der seit über 30 Jahren hoch zu Ross sitzt - waren unter den etwa 400 Teilnehmern auch einige Fünftklässler dabei. Die ehemaligen Viertklässler beteiligten sich ihrer ehemaligen Grundschullehrerin Helga Scherzer zuliebe am Martinszug mit ihren selbstgebastelten "Eulenfakeln" beteiligten, da dieser im Jahr zuvor ausfallen musste.

Text- und Fotoimpressionen: Rotkäppchen

St. Martina reitet durch Ranzel

Rund 300 Kinder der Drei-Linden-Schule zogen, begleitet von Geschwistern, Eltern und Großeltern, nach einem Jahr Corona-Pause mit ihren bunten Laternen durch die Straßen von Ranzel.

Angeführt von St. Martina und zwei Musikgruppen, sowie sicher geleitet von der Freiwilligen Feuerwehr Ranzel und der Polizei, zogen die Kinder singend bis zum großen Martinsfeuer.

In diesem Jahr verteilte die Schule 500 Weckbrote. Vor und nach dem Martinszug gab es auf dem Schulhof für die Erwachsenen leckeren Glühwein zum aufwärmen, während die Kinder nach dem Zug, einem alten Brauch folgend, „schnörzen“ gingen. Das heißt, sie klingeln abends an den Haustüren, singen mit Laternen in der Hand Martinslieder und bitten um Süßigkeiten.

Text- und Fotoimpressionen: Dieter von der Sieg

Lülsdorfer Martinszug mal anders

Auch Traditionen müssen in Coronazeiten hinten anstehen. In diesem Jahr gab es etliche Änderungen beim Martinszug der katholischen Grundschule in Lülsdorf.

Schon am Schultor wurden Einlasskontrollen durchgeführt und nur die Schüler mit ihren Laternen durften auf das Schulgelände. Für die Eltern hieß, es draußen bleiben. Daher gab es in diesem Jahr auch keinen Verkauf von Glühwein und Weckbroten. „Aufgrund der derzeitigen Pandemie wollen wir unseren Schülern einerseits die Teilnahme am Martinszug ermöglichen, aber zugleich auch alles tun, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden. Daher haben wir auch die Eltern gebeten, nicht mit im Martinszug zu gehen, sondern hier am Ludwigsplatz auf unsere Rückkehr zu warten“, so die Schulleiterin Margret Michels. Dieser Wunsch wurde auch von der allermeisten Eltern beherzigt. Und so zogen die Schüler, von zwei Eltern und drei Lehrern pro Schulklasse begleitet, durch die Straßen von Lülsdorf.

Gesichert wurde der bunte Zug mit den knapp 360 Schülern von der Freiwilligen Feuerwehr Lülsdorf sowie der Polizei. Nach einer halben Stunde kamen die Kinder, St. Martin ritt voran, wohlbehalten am Martinsfeuer auf dem Ludwigsplatz an. Alle Schulkinder und Helfer bekamen nach dem Zug ihre Weckbrote.

Text- und Fotoimpressionen: Dieter von der Sieg

Martinszug in Rheidt

Am Mittwoch, den 10. November 2021 setzte sich gegen 17:30 Uhr der Martinszug in Niederkassel-Rheidt, der seit Jahrzehnten vom gleichnamigen Ortsring organisiert wird, mit etwa 500 Teilnehmer/innen in Bewegung.

In diesem Jahr begleitete eine St. Martina, in Person von Helga Nick, hoch zu Ross die zahlreichen Kinder und Erwachsenen durch die Rheidter Straßen. Pferd "Joschi" war bereits beim Mondorfer Martinszug mit von der Partie.

Text- und Fotoimpressionen: Rotkäppchen

Bunter Martinszug in Niederkassel

Pandemiebedingt gab es in diesem Jahr auch beim Martinszug der katholischen Grundschule Niederkassel einige Änderungen im Ablauf. Der Schulhof durfte nur von den Schülern betreten werden, die sich dort Klassenweise aufstellten. Daher gab es in diesem Jahr auch keinen Treffpunkt der Eltern am Glühweinstand der Schulpflegschaft und auch kein weiteres Verköstigungsangebot.

Punkt 18.00 Uhr setzte sich der gemeinsam vom Bürgerverein Niederkassel, der Schulpflegschaft und dem Lehrerkollegium organisierte Martinszug in Bewegung. Gesichert von der Freiwilligen Feuerwehr Niederkassel und angeführt von St. Martina, zogen die Schüler mit ihren bunten und fantasievoll gebastelten Laternen durch Niederkassel. Musikalisch begleitet wurde der Zug von den Bläsergruppen Hatterscheid und Rot-Weiß Duisdorf. Am Martinsfeuer, das in diesem Jahr nicht so hoch wie sonst loderte, mussten die Kinder diesmal ohne zu verweilen vorbeiziehen, da ein Aufenthalt dort für die rund 300 Schüler, Lehrkräfte und Eltern zu eng geworden wäre. Danach ging es wieder zurück zur Schule und die Kinder bekamen dort ihre Weckbrote ausgehändigt, bevor sie dann am Schultor an ihre Eltern übergeben wurden.

Die Ausgabe der Weckbrote für Eltern mit Kleinkindern und weitere Zugteilnehmer war am Seiteneingang der Turnhalle und die Ausgabe der Martinslosgewinne fand am Haupteingang der Turnhalle statt. In diesem Jahr gab es 120 Hähnchen, 30 Enten, 15 Gänse und 30 Martinsbrote zu gewinnen. Insgesamt verteilte der Bürgerverein rund 800 Martinsbrote, die aus der Backstube der Ranzeler Familienbäckerei Müller kamen. Finanziert wurde der gesamte Martinszug durch das Engagement von ca. 35 Eltern, die rund 11.000 Martinslose in Niederkasel und Uckendorf verkauft hatten.

Text- und Fotoimpressionen: Dieter von der Sieg

Logo