Uckendorf: Sachspendenaktion für die Ukraine

Vor einigen Tagen haben wir bei machPuls über die geplante Sachspendenaktion unter dem Titel „Uckendorf hilft!“ berichtet. Am Freitag Nachmittag (18.03.2022) hat die große Sammelaktion zugunsten der Menschen in der Ukraine schließlich stattgefunden.

Uckendorf: Sachspendenaktion für die Ukraine

Den Aufruf „Uckendorf hilft!“ konnte man wörtlich nehmen, denn rund 60 Helfer, zumeist Einwohner des kleinsten Stadtteils von Niederkassel, hatten sich rund um die Pfarrkirche versammelt, um Spenden entgegen zu nehmen.

Wie lief die Sammelaktion ab?

Die Straße „Im Kirchweg“ wurde für die Spendenaktion zur Einbahnstraße erklärt, um so einen reibungslosen Transport zu ermöglichen. So konnten die Spender mit ihren PKWs in die Straße hinein fahren, ihre Kartons an vier verschiedenen Abnahmestellen abgeben und dann wieder in Richtung Schäferstraße davon fahren.

Ein wichtiger Helfer dabei war ein junger, angehender Krankenpfleger, der seine Ausbildung in Troisdorf absolviert. Artem kommt aus der Ukraine und lebt seit vier Jahren in Deutschland. Seine Mutter wohnt in Kiew und hat trotz der Gefahrenlage noch Flüchtlinge aus einem kleinen Dorf, nahe der Hauptstadt, aufgenommen, erzählt Artem. Der angehende Krankenpfleger hatte alle Hände voll zu tun, denn er beschriftete die vielen Kartons mit ihren unterschiedlichen Inhalten in Ukrainisch.

Mit Beginn der Aktion gegen 16.00 Uhr fuhr Auto um Auto im Kirchweg vor. „Wir hatten schon nach einer Stunde rund 40 PKWs, deren Fahrer ihre Spenden hier abgegeben haben“, so der Organisator der Ukrainehilfe, Karl-Peter Ochs-Theisen.

Am Abend zogen die Helfer dann eine sehr positive Bilanz, denn es waren 110 Anlieferungen zu verzeichnen. Die Spenden sortierten die Helfer dann vor Ort und verpackten sie in die in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache beschrifteten Kartons.

Für die Helfer in Uckendorf gab es am Nachmittag Kaffee und Kuchen und am Abend stärkte man sich gemeinsam bei Pizza und kühlen Getränken.

Sponsoren der Uckendorfer Hilfsaktion

Im Vorfeld hat die Konservenfabrik Seidel aus Bornheim 24 Tonnen Lebensmittel gespendet und schon nach Köln-Deutz gebracht. Weitere Sponsoren und Unterstützer waren die Spedition Andreas Fleischer, der Getränkemarkt HIT aus Rheidt, die Konditorei Hünten aus Mondorf sowie der Förderverein St. Georgs Pfadfinder Niederkassel.

Wie geht es mit den Hilfsgütern weiter?

Mit vier Kleintransporttouren wurden die Spenden dann zum DB-Cargo/DB Schenker Center nach Köln-Deutz zur Sammelstelle gebracht. Die Hilfsgüter werden dort in Überseecontainer verladen und mit eigenen Zügen der DB Cargo und der DB Schenker auf der Schiene nach Polen gefahren. Dazu wurde von der Schenker Deutschland AG eine Logistikkette geschaffen, welche (dank u.a. der Vermittlung der Klitschko-Brüder) die Hilfsgüter aus dem europäischen Netzwerk an die Ukrainische Eisenbahn übergibt. Diese überführt die Container in die Ukraine.

Die Hilfsgüter werden dort von staatlichen ukrainischen Hilfsorganisationen und dem staatlichen Zivilschutz der Ukraine übernommen und verteilt. Das schützt die Waren vor Plünderung, außerdem weiß die ukrainische Administration vor Ort am besten, wo welche Dinge am dringendsten benötigt werden. In der Ukraine hat die DB Cargo Transa einen direkten Kontakt zum sogenannten Humanitärstab aufgebaut um so sicherzustellen, dass die Hilfe auch ankommt.

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