Fahrraddemo gegen die geplante Rheinspange

Wenn Ihr diese Brücke baut, werden wir erst richtig laut! Ganz nach diesem Motto wurde am vergangenen Freitag zur Fahrraddemo aufgerufen.

Fahrraddemo gegen die geplante Rheinspange

„Radeln für die Verkehrswende - Rheinspange stoppen" und „Brücken bauen, ohne Brücken zu bauen" stellten die Leitsprüche zur Fahrraddemo dar. Am Freitag traten viele hunderte Radler links- und rechtsrheinisch in die Pedale.

Wer hat zur Demo aufgerufen?

Aufgerufen zur großen Demo hatten u.a. der ADFC, die lokalen Bürgerinitiativen gegen die Rheinspange rechts- wie linksrheinisch, Radentscheid Bonn, Parents4Future Bonn, der BUND und Moratorium A565.

Wie lief die Fahrraddemo ab?

Los ging es auf rechtsrheinischer Seite von der Bonner Kennedybrücke aus. In Niederkassel-Rheidt, an der NATO-Rampe, einem möglichen Querungspunkt der Rheinspange 553, gab es einen Zwischenstopp. Eine bunte Schar von rund 300 Teilnehmern mit Lastenrädern, E-Bikes und einfachen „Drahteseln“ fand sich, sicher begleitet von der Polizei, am Rheinufer ein.

Hier wurden sie von den Mitgliedern der Bürgerinitiativen - Porz-Langel gegen die Autobahnquerung 553, Bürger gegen die Brücke, Niederkassel, BI Umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur für den Raum Köln-Bonn-Niederkassel-Troisdorf und Vernetzung Kölner und Niederkasseler Bürgerinitiativen - empfangen und über die geplanten Trassenführungen informiert. Mehrere Redner riefen dazu auf, sich mit einem starken und gemeinsamen Signal für eine Verkehrswende und den Klimaschutz einzusetzen und neue Autobahn-Projekte als aus der Zeit gefallen zu betrachten.

Auch Frieder Reusch (SPD) sprach sich gegen das Projekt Rheinspnage 553 aus, wohl wissend, dass man im Kreis, Land und Bund bei der SPD anderer Ansicht ist. „Mit den neuen Verhältnissen nach der Bundestagswahl im Herbst könnte es ein Umdenken geben“, zeigte sich Reusch trotzdem optimistisch. Uli Buchholz von den Niederkasseler Grünen verwies auf den Europäischen Gerichtshof und sein Urteil zu Luftreinhaltung in Deutschland. „Wir müssen mehr tun und haben genügend Alternativen. Der ÖPNV muss erweitert werden und wir sollten neue Radwege statt Autobahnen bauen. Wir Grünen sind auf allen Ebenen gegen den Bau neuer Autobahnen und Brücken. Wenn wir den Klimawandel stoppen wollen, müssen wir jetzt handeln“, so Uli Buchholz.

Gemeinsam gegen die Rheinspange

Zusammen mit den Demonstranten stimmten dann auch Frieder Reusch, Achim Baumgartner, BUND, Martin Weiser und Dr. Peter Lohrscheid, ADFC Bonn / Rhein-Sieg sowie Mitglieder von BN90/Die Grünen Niederkassel in den uferübergreifenden Schlachtruf: „Wenn ihr diese Brücke baut, werden wir erst richtig laut“, mit ein. Das Echo erschallte dann von den Teilnehmern auf der linksrheinischen Seite nach Rheidt herüber.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter nach Langel. An der dortigen NATO-Rampe traf man sich mit Kölner Teilnehmern zur Schlußkundgebung, an der nach Schätzungen der Polizei rund 400 Personen teilnahmen.

Hier noch ein kurzer Videobeitrag:

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