Neues zur Rheinspange 553

Kommt sie oder kommt sie nicht, die neue Rheinquerung zwischen Köln und Bonn? Durch das Coronavirus ist der Zeitplan auf jeden Fall durcheinander geraten. Ein Update.

Neues zur Rheinspange 553

Nach den Ergebnissen der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) Anfang April, waren ursprünglich für Ende April Informationsveranstaltungen geplant. Diese Sitzungen des Dialogforums und des Politischen Begleitkreises wurden zuletzt aus zweierlei Gründen abgesagt. Zum einen aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und zum anderen angesichts der Tatsache, dass mit Bund und Land noch keine finale Abstimmung zur Auswahl der vertiefend zu prüfenden Varianten hat stattfinden können. Die oben genannten Sitzungen werden (virtuell) nachgeholt, sobald es eine Entscheidung zur Variantenauswahl gibt. Dann werde laut Straßen.NRW auch die breite Öffentlichkeit wie vorgesehen über den aktuellen Planungsstand informiert. Eine Ansicht der Zeitleiste gibt es hier.

Videos und FAQs - Straßen.NRW versucht Kontakt zu halten

Doch auch während der Kontaktsperre und den abgesagten Veranstaltungen wollte Straßen.NRW dem Informationsbedürfnis der Menschen in der Region gerecht werden und Antworten auf häufig aufkommende Fragen geben. Dazu wurden Ende April zwei Videos gedreht und auf der Projektseite der Rheinspange 553 veröffentlicht. Auch Fragen, die bei Straßen.NRW eingereicht werden können, sind weiter beantwortet wurden. machPuls gibt einen Überblick:

Im Video “Die vertiefende Raumanalyse der UVS“ bietet Daniela Wagner, zuständig für die Umweltplanung, einen Einblick und eine Einordnung der zuletzt veröffentlichten Ergebnisse der Raumanalyse der Umweltverträglichkeitsstudie an. Wer die Ergebnisse der Studie bereits kennt, erfährt hier jedoch nicht viel Neues.

Im Video „Bundesverkehrswegeplan & Verkehrsuntersuchung“ geht Rüdiger Däumer, Projektleiter der Rheinspange 553, auf offene Fragen zu den ein. Demnach finde aktuell im Rahmen der Vorplanung eine umfassende Prüfung aller Varianten ohne Vorfestlegung statt. Außerdem habe die Rheinspange 553 laut Bundesverkehrswegeplan ein außergewöhnlich gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis. Bezüglich der vorliegenden Verkehrsuntersuchung sei zu berücksichtigen, dass diese mit einer fundierten Prognose für das Jahr 2030 auch zukünftige Verkehrsströme berücksichtigt.

Weitere Fragen und Antworten von Straßen.NRW zu Themenbereichen „Verkehr“, „Planung“ sowie „Mensch und Umwelt“ können im „Fragen“-Bereich der Projekt-Homepage eingesehen werden.

Beispiele aktueller Fragen

  • Warum umfasst der nördliche Untersuchungsraum der UVS rechtsrheinisch den gesamten Raum bis Köln-Zündorf, während linksrheinisch nur ein Teil von Köln-Godorf, nicht aber die nahegelegenen Stadtteile Sürth, Weiss, Rondorf oder Hahnwald eingeschlossen sind?

  • Haben die Gebietskörperschaften und deren politische Vertreter einen direkten Einfluss auf die Planung?

  • Kann im Falle einer Rheinquerung bei Godorf ein Tunnel nach dem Absenkverfahren realisiert werden?

Und jetzt?

Laut Straßen.NRW ist auch die eigenannte Null-Variante „nach wie vor Bestandteil in Untersuchungen und in der Betrachtung des Projekt“. Man untersuche alle erarbeiteten Trassenvarianten im Vergleich zur Null-Variante und verfolge sie nur dann weiter, wenn Sie sich im Vergleich zur Null-Variante als deutlich vorteilhaft erweisen.

Spannend wird nun sein, wann die finale Abstimmung zur Auswahl der vertiefend zu prüfenden Varianten stattfindet und wann die breite Öffentlichkeit über den aktuellen Planungsstand informiert wird.

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