Wasserqualität des Rheins ist gut...und soll weiter steigen

Klimarisiken drohen - doch die Anrainerstaaten wollen dagegen arbeiten.

Wasserqualität des Rheins ist gut...und soll weiter steigen

In Amsterdam trafen sich die Umweltminister von Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, der belgischen Region Wallonien sowie der EU-Kommission zur Rheinministerkonferenz. Ziel dieser Konferenz ist ein Zukunftsprogramm „Rhein 2040“, bei dem die europäischen Anrainerstaaten enger zusammen arbeiten wollen, um den Folgen des Klimawandels in den kommenden Jahren zu begegnen.

2001 wurde bereits das Programm „Rhein 2020“ verabschiedet. Dieses ist heute als erfolgreich einzuschätzen. Circa 140 Quadratkilometer Überschwemmungsfläche wurden am Rhein reaktiviert, es wurden neue Lebensräume für Fische geschaffen und Hindernisse für die Fischwanderung beseitigt.

Allgemein konnte das Hochwasserrisiko gegenüber 1995 um 25 Prozent gesenkt werden. Außerdem hat sich die Wasserqualität des Rheins seit 1991 erheblich verbessert. Es gelangen rund 20 Prozent weniger Stickstoff in den Fluss und die Anzahl der Jahresfrachten konnte deutlich gesenkt werden. Auch Schadstoffe wie Metalle oder Pflanzenschutzmittel sind weniger im Rhein nachzuweisen.

All diese Aspekte führten zu einer deutlich besseren Wasserqualität.

Ziele von „Rhein 2040“

Der über 1.200 Kilometer lange Rhein und seine Zuflüsse sollen widerstandsfähiger gegen den Klimawandel gemacht werden. Um Trockenheit und Niedrigwasser zu bekämpfen, muss zukünftig noch mehr getan werden. Das gleiche gilt für die Hochwasserrisiken. Durch die Schaffung von weiteren Rückhalteräumen soll daher das Risiko von Hochwasser bis 2040 um weitere 15 Prozent gesenkt werden. Schöner Nebeneffekt: Es entstehen weitere Lebensräume für viele Tierarten. Gleichzeitig gilt es, die Rückstände von Medikamenten wie dem Schmerzmittel Diclofenac oder von Östrogen durch die Anti-Baby-Pille um 30 Prozent zu verringern, damit Ökosysteme und Trinkwasser weniger belastet sind. Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) setzt sich erstmalig das Ziel solche Mikroverunreinigungen im Rhein zu reduzieren.

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