Brücke „Oberste Fahr“ - wie geht es weiter?

Ein halbes Jahr liegt unser Artikel über die kleine Brücke in der Siegaue und deren möglicher Abriss schon zurück. Jetzt tut sich langsam etwas.

Brücke „Oberste Fahr“ - wie geht es weiter?

Uns erreichte im letzten Jahr der Impuls, dass die Holzbrücke über dem Siegaltarm seit einiger Zeit wegen Baufälligkeit gesperrt und aus Verkehrssicherheitsgründen nicht benutzbar sei. Zudem stellte sich heraus, dass der „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland“ (BUND), genauer gesagt die „Kreisgruppe Rhein-Sieg“ sich gegen einen Neubau der Brücke aus naturschutzrechtlicher Sicht aussprach.

Restaurierte Brücke - Kommt sie oder kommt sie nicht?

Für viele Fahrradfahrer und Wanderer ist die Brücke inmitten der Natur ein schöner und einfacher Weg, um von Niederkassel nach Bonn zu kommen, ohne die L269 überqueren zu müssen. Zum damaligen Zeitpunkt (November 2019) schien eine einfache Sanierung in weiter Ferne zu liegen. Ein zu dem Zeitpunkt ausstehendes Gutachten vom TÜV und Bedenken über einen Neubau oder eine Instandsetzung seitens der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Sieg-Kreises standen zur Debatte. Inzwischen liegen neue Informationen vor.

In den sozialen Netzwerken hieß es teils, dass die Brücke „Oberste Fahr“ sicher erhalten und in Kürze saniert werden soll. Auf Nachfrage beim Bürgermeisterbüro der Stadt Troisdorf wird uns mitgeteilt, dass eine Instandsetzung geplant sei. Sicher sei jedoch noch nichts. In Kürze wird die Stadt Troisdorf Firmen um die Abgabe von Angeboten bitten. Im Monat Juni wird die Brücke dann im zuständigen Fachausschuss thematisiert. Zudem ist eine Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde erforderlich und es müssen weitere Absprachen, wie beispielsweise mit der Naturschutzbehörde getroffen werden. Zu welchem Zeitpunkt mit den Veränderungen gerechnet werden kann, ist derzeit unklar.

Die Nachricht, dass die Instandhaltung zumindest auf der Agenda steht und lediglich der Ausführungstermin und die Rahmenbedingungen in der kommenden Zeit diskutiert werden müssen, ist in vielerlei Hinsicht erstmal eine gute Nachricht. Es besteht also Hoffnung, dass Fußgänger in Zukunft nicht mehr durch das Wasser waten und Fahrradfahrer keinen Umweg in Kauf nehmen müssen, wenn Sie die „Oberste Fahr“ überqueren wollen.

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