Ehrenmitglied des WSV Blau-Weiß Rheidt kommt als Olympiasieger nach Hause

Der Herren-Vierer des Deutschen Kanuverbands sicherte sich am letzten Tag der Kanuwettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille. Mit im Boot saß das Ehrenmitglied des WSV Blau-Weiß Rheidt Max Rendschmidt.

Ehrenmitglied des WSV Blau-Weiß Rheidt kommt als Olympiasieger nach Hause

Im Deutschen-Vierer-Kajak saßen Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke. Gegen die starken Boote aus Spanien und der Slowakei konnte sich das deutsche Boot über die 500m-Distanz mit zwei Zehntelsekunden durchsetzten und verwies damit die starken Konkurrenten auf den Silber- beziehungsweise Bronzerang. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen war es ein spannendes olympisches Finale, welches am Ende zugunsten des deutschen Teams endete. Das deutsche Quartett zollte den Spaniern aber Respekt. „Wir haben uns in den letzten Jahren immer wieder miteinander gemessen und wenn wir hier deutlich gewonnen hätten, dann würde das die Leistung der Spanier nicht angemessen widerspiegeln“, so Ronald Rauhe. Mit ausschlaggebend für den Erfolg war, dass das deutsche Viererteam auf andere Wettbewerbe, wie zum Beispiel Einzelstarts verzichtete, um die Zielsetzung "Gold " nicht zu gefährden.

Die dritte Goldmedaille für Max Rendschmidt

Für das Ehrenmitglied des WSV Blau-Weiß Rheidt, der in Bonn-Ramersdorf beheimatete Max Rendschmidt, war es bereits das dritte Olympia-Gold. Nach Rio de Janeiro 2016, wo er im Kajak-Zweier mit Marcus Groß sowie im Kajak Vierer mit Marcus Groß, Tom Liebscher und Max Hoff Gold gewann, folgte nun in Tokio das dritte goldene Edelmetall.

Freudiger Empfang bei Rückkehr aus Tokio

Nachdem die Maschine aus Japan gegen 14:00 Uhr in Frankfurt landete, wurde Max von Stiefvater Willy Dietzler und Freundin Inga anschließend nach Ramersdorf chauffiert. Dort empfingen Familienangehörige, Nachbarn, Freunde, Fans sowie auch viele Freunde des WSV Blau-Weiß Rheidt den erfolgreichen Kanuten und bildeten ein Fähnchen schwingendes Spalier, das er unter viel Applaus bis zum Elternhaus durchlaufen musste. Auch eine Vielzahl an Pressevertretern ließ sich den heimatlichen Empfang nicht entgehen.

Viele Hände wurden geschüttelt und der Schlagmann des Viererkajaks wurde dutzende Male gedrückt und umarmt.

Die 1. stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Heidi Froese-Jauch überreichte Max ein Blumengebinde und der Vorsitzende des Bürgerverein Ramersdorf Wilfried Mermagen übergab Max eine Fahne, auf der mit den darauf abgebildeten Sternen die ehemaligen Beueler Ortsteile symbolisiert wurden. „Ein weiterer Stern ist für Ramersdorf unser Max“, bekannte der Vorsitzende augenzwinkernd.

Rendschmidt ist froh wieder gesund in der Heimat zu sein und freut sich darauf nun in Ramersdorf gemeinsam mit den Anwesenden zu feiern.

Wie geht es für Max Rendschmidt weiter?

Bereits am Donnerstag geht es für ihn nach Hamburg, wo Ende der Woche die Deutschen Meisterschaften der Rennkanuten stattfinden werden. Nach Aussage des dreifachen Gold-Olympiasiegers möchte er in drei Jahren auch noch an den Olympischen Spielen in Paris teilnehmen.

Eine weitere Kanutin aus Niederkassel-Rheidt ging in Tokio an den Start

Bei all dem Jubel und Freude nach der Heimkehr des erfolgreichen Bonner Kanuten sollte nicht unerwähnt bleiben, dass mit Caroline Arft, die ebenfalls ihre Wurzel beim WSV Blau-Weiß-Rheidt hat, eine weitere Rennkanutin in Tokio am Start war. Es war schon ein Erfolg für Arft, dass sie nach lang anhaltenden Rückenproblemen (Bandscheiben-OP), den Sprung nach Tokio geschafft hat. Mit Partnerin Sarah Brüßler schaffte Arft im Kajakzweier den Sprung ins B-Finale über 500m und paddelte dort auf Platz drei. Das bedeutete Rang elf in der Gesamtdisziplin und einen Platz unter die Top-Zwölf. Die aus Niederkassel-Rheidt kommende Sportlerin möchte ihre Karriere bis Olympia 2024 in Paris fortsetzen, um dort noch einmal anzugreifen.

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