Grundstückspreise steigen (bisher) weiter an - auch in Niederkassel

Steigerungen bei den Bodenpreisen für Wohnbaugrundstücke. In Niederkassel liegen die Preise zwischen 310 und 460 Euro pro Quadratmeter - je nach Ortsteil und Lage.

Grundstückspreise steigen (bisher) weiter an - auch in Niederkassel

Während die Grundstückweise bis dato weiter steigen, sind 2019 im gesamten Rhein-Sieg-Kreis rund 7.000 Immobilien im Wert von insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro verkauft worden. Auch das Investitionsvolumen hat damit im Vergleich zum Vorjahr einen weiteren Höchststand erreicht. Das geht aus dem Grundstücksmarkbericht hervor, der seit 30 Jahren vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte herausgegeben wird und mit seinen Informationen zum Preisniveau für Markttransparenz sorgt. Demnach beträgt der mittlere Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilienwohnhaus rund 370.000 Euro - mit einer mittleren Spanne von 150.000 Euro in den ländlichen und rund 400.000 – 500.000 Euro in den städtischen Bereichen. Eine Eigentumswohnung mit Baujahr ab 2010 und einer Größe von 70 – 90 m² ist im Rhein-Sieg-Kreis durchschnittlich für 3.300 €/m² Wohnfläche zu kaufen, maximal werden in diesem Marktsegment über 5.000 €/m² Wohnfläche gezahlt. Das sind für eine 100 m² Wohnung durchschnittlich 330.000 und maximal 500.000 €. Ob das Preisniveau jedoch auf Grund der Corona-Pandemie gehalten werden kann oder sogar weiter steigen wird, kann niemand vorhersehen.

Bodenrichtwert: In Niederkassel müssen 310 - 460 €/m² Wohnfläche gezahlt werden

Der Grundstücksmarktbericht enthält unter anderem auch die aktuellen Bodenrichtwertübersichten. Am günstigsten kann man demnach in Windeck Eigentümerin oder Eigentümer von Grund und Boden werden, am tiefsten müssen Käufer rechtsrheinisch unter anderem in Niederkassel und Troisdorf „in die Tasche greifen“. Selbst im Niederkasseler Stadtgebiet gibt es mit einer Differenz von 150 €/m² Wohnfläche eine große Preisspanne im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser. Hier fangen die Bodenrichtwerte bei 310 €/m² in Ranzel an, in Uckendorf liegt der Preis bei 320 €/m², in Lülsdorf bei 330 €/m² und in Niederkassel-Ort bei 390 €/m². Sogar über 400 €/m² zahlt man in Rheidt und Mondorf. In Rheidt wird der Grundstückspreis teurer, je näher man dem Rhein kommt. Der Bodenrichtwert liegt hier bei 410 - 460 €/m². In Mondorf wird der Preis grundsätzlich mit 460 €/m² beziffert.

Für mehrgeschossige Gebäude liegt der Bodenrichtwert bei 360 €/m² (Niederkassel-Ort und Rheidt) sowie bei 370 €/m² in Mondorf.

Die Nähe zu den Ballungsräumen Köln und Bonn und die deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Jahre dort führen dazu, dass sich die Menschen in der näheren Umgebung umschauen. „Der Rhein-Sieg-Kreis verfügt über eine sehr gute technische und soziale Infrastruktur und ist daher sehr attraktiv“, so Martin Kütt, Vorsitzender des Gutachterausschusses.

Im letzten Jahr konnten gegenüber den Vorjahren daher deutliche Preissteigerungen, insbesondere der Bodenpreise, im Rhein-Sieg-Kreis festgestellt werden. Bodenpreise jenseits der 400 €/m² Grundstücksfläche sind in den einzelnen Städten des Rhein-Sieg-Kreises keine Seltenheit mehr. Sowohl in den ländlichen als auch in den städtischen Bereichen stiegen die Bodenrichtwerte deutlich über 10 Prozent. „Dies kann einerseits mit der niedrigen Zinspolitik, aber auch mit der Attraktivität des Rhein-Sieg-Kreises und dem knappen Angebot an Baulandflächen begründet werden“, so Martin Kütt.

Auch bei den landwirtschaftlichen Grundstücken konnten Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr festgestellt werden, insbesondere im linksrheinischen Kreisgebiet. Auch hier ist Niederkassel wieder an der spitze zu finden: Landwirtschaftliche Flächen sind in Niederkassel und Troisdorf sowie im gesamten linksrheinischen Kreisgebiet am teuersten.

Der Grundstücksmarktbericht und die aktuellen Bodenrichtwerte können unter www.boris.nrw.de mittlerweile kostenfrei eingesehen und abgerufen werden. Zudem sind dort auch Grundstücksmarktberichte vergangener Jahre einsehbar. Die neuen Bodenrichtwertkarten liegen außerdem ab Mitte April in den Rathäusern der Städte und Gemeinden zu Einsichtnahme aus.

Logo