Auf ein Wort mit Helmut Esch

In der Ratssitzung am Mittwoch, dem 29. Mai 2019, wurde der langjährige 1. Beigeordnete der Stadt Niederkassel Helmut Esch, in der Aula der Alfred-Delp-Realschule in Niederkassel-Mondorf, in den Vorruhestand verabschiedet.

Auf ein Wort mit Helmut Esch

„machPuls“ hat sich vorher auf ein Wort mit ihm getroffen.

Ab 1. Juni 2019 beginnt für Helmut Esch die Freistellungsphase, der nach eineinhalb Jahren der Ab 1. Juni 2019 beginnt für Helmut Esch die Freistellungsphase, der nach eineinhalb Jahren der offizielle Ruhestand folgen wird.

Fast 38 Jahre lang ging der 1. Beigeordnete im Rathaus seiner Tätigkeit nach und hat dabei nur sieben Tage krankheitsbedingt gefehlt. Nach dieser langen Zeit verlässt Esch nun am 31. Mai 2019 zum letzten Mal seinen Schreibtisch und gibt diesen an seinen Nachfolger Dr. Stephan Smith weiter.

Esch’s Karriere

Esch absolvierte eine Berufsausbildung zum damaligen Verwaltungsbetriebswirt und schloss diese 1977 in Troisdorf ab. Schon im August 1981 begann er in der Stadtverwaltung Niederkassel zu arbeiten, wurde gegen Ende der 1990er Jahre Fachbereichsleiter des Fachbereichs 7 (Hoch- und Tiefbau, Gebäudemanagement, Vermessung Liegenschaften, Beitragswesen) und ist seit 2001 drei Mal zum 1. Beigeordneten gewählt worden, was ihn bis zu seinem Vorruhestand in dieser Funktion bestätigte. In seiner Position war Esch für alle technischen Fachbereiche der Verwaltung zuständig.

In seiner langen Amtsperiode führte Esch viele Projekte, unter denen vor allem die Projekte des Retentionsbecken (Hochwasserschutz Langeler Bogen) sowie der Sportpark Süd in Rheidt positiv in Erinnerung bleiben. Negativ wird für Esch das Projekt der Unterdorfstraße in Rheidt in Erinnerung bleiben.

Helmut Esch verlässt seinen Platz nur mit weinendem Auge

Nach fast 38 Jahren Verwaltungstätigkeit fällt Esch der Übergang zu Familie, Hobby und Freizeit nicht leicht. Außerdem stehen noch einige interessante Projekte an, die er gerne noch begleitet hätte. Esch sagt, er habe eigentlich immer gerne gearbeitet, weshalb er auch oft lange im Büro war. Trotz allem ist er in einer Vielzahl von Vereinen, wie zum Beispiel im Kirchenvorstand von St. Dionysius, im FC Hertha Rheidt sowie im Festkomitee Rheidter Karneval (Zugleitung), um nur einige zu nennen. Karneval ist Eschs Leidenschaft. So war er bereits dreimal im Prinzengefolge. Darüber hinaus geht Esch gerne Wandern oder arbeitet gerne in seinem großen Garten. Am liebsten ist er aber Ehemann, Papa und Opa. Vier Töchter und vier Enkelkinder (alles Mädchen) bringen ihm viel Lebensfreude. Ehefrau Erika hielt ihm während seiner langen Tätigkeit im Rathaus stets den Rücken frei.

Verabschiedung bei der Ratssitzung am 29. Mai 2019

Zur Ratssitzung am letzten Mittwoch versammelten sich Ratsmitglieder, Familienmitglieder sowie ehemalige Weggefährten aus Stadt und Verwaltung.

Zuerst wurde der neue 1. Beigeordnete Dr. Stephan Smith einstimmig als Vertreter des Bürgermeisters gewählt. Danach widmete sich das Forum dem scheidenden Beigeordneten.

Bürgermeister Stephan Vehreschild skizzierte Eschs 38 Jahre im Rathaus und bedankte sich bei ihm für seine geleistete Arbeit. Laut Vehreschild war Esch absolut loyal und einer der zuverlässigsten Mitarbeiter. Aber wenn es sein musste, konnte er auch zäh und stur sein.

„Als Bürgermeister werde ich Helmut Esch vermissen“, so Vehreschild.

„Als Bürgermeister werde ich Helmut Esch vermissen“, so Vehreschild. Seinen guten Wünschen für die Zukunft schlossen sich die Fraktionsvorsitzenden der CDU, der SPD, der FDP und des Bündnis 90/Grünen an.

Zum Schluss ergriff Helmut Esch das Mikrofon, der, wie er uns im Vorfeld erzählt hat, solch einen „Rummel“ um seine Person gar nicht mag.

„Ich hatte eine absolut schöne Zeit bei der Stadt Niederkassel mit vielen positiven aber auch negativen Ereignissen“

„Ich hatte eine absolut schöne Zeit bei der Stadt Niederkassel mit vielen positiven aber auch negativen Ereignissen“ so Esch. Er betont: „Trotz allem überlasse ich meinem Nachfolger kein bestelltes Feld, denn es gibt in Niederkassel noch viele offene Baustellen“. Im Anschluss bedankte er sich herzlich bei allen seinen Weggefährten und besonders seiner Frau Erika, die ihm immer zur Seite stand. Langanhaltender Applaus und Standing Ovation folgten.

Anschließend lud der Bürgermeister die Anwesenden noch zu einem Umtrunk in die Mensa der Realschule.

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