Platzmangel - Schüler werden in (eher unbeliebten) Containern unterrichtet

Die Gesamtschule Niederkassel hat weiterhin große räumliche Probleme.

Platzmangel - Schüler werden in (eher unbeliebten) Containern unterrichtet

Gestartet ist die Schule vor etwa fünf Jahren mit 108 Schülern des Jahrgangs 5 und 10 Lehrkräften. Die Zahlen haben sich etwa verfünffacht: Heute hat die Schule über 560 Schüler, die von etwa 65 Lehrkräften unterrichtet werden. Der Platzmangel an der Schule nimmt dabei weiter zu, weil immer mehr Eltern ihre Kinder dort anmelden wollen, aus Kapazitätsgründen aber teilweise abgewiesen werden müssen.

Im Mai 2019 beklagten die Eltern der Gesamtschulkinder öffentlich die Vorgehensweise rund um den Aufbau der neuen Gesamtschule, die mit vier Jahrgängen im Schulzentrum Nord untergebracht ist. Schulpflegschaftsvorsitzende Eva Neehuis und ihr Stellvertreter Lars Linden formulierten in einem offenen Brief an die Fraktionen und den Schulausschuss ihre Kritik. Als untauglich bewerteten die Eltern damals unter anderem die Übergangscontainer. Auch der sogenannte H-Pavillon wäre nach Meinung der Eltern als Übergangsraum für die Schüler nicht nur wegen der lästigen Gerüche ungeeignet, sondern auch auf Grund einer möglichen Asbestbelastung.

Umbau und Übergangsphase

Im November 2019 informierte Schulleiterin Dr. Catrin Albrecht bei dem Tag der offenen Tür dann zuletzt in einer prall gefüllten Aula über die derzeitige Situation: Man setze in der Gesamtschule alle Hoffnungen auf den geplanten Neubau des Schulzentrums Nord. Bevor dieser Umbau fertig gestellt ist, muss die Übergangsphase gestaltet werden. Dazu wird ein Teil der Schüler provisorisch in Containern untergebracht. Die zwei notwendigen Modulräume (Container) sind mittlerweile aufgestellt. Damit ist das Szenario eingetreten, das letztes Jahr von den Eltern noch als untauglich bewertet wurde, weil die Übergangscontainer an der lautesten Stelle auf dem Schulhof direkt an der Straße aufgestellt werden. Zwei Räume der Hauptschule können nun von der Gesamtschule genutzt werden. Zwei weitere Räume sollen im H-Pavillon eingerichtet werden.

Nach Schätzungen kann die Übergangsphase fünf bis sechs Jahre andauern.

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