Lülsdorf: Kirschblütenallee muss Stadtbahn weichen

Die beliebte Kirschblütenallee in Lülsdorf wird es nur noch wenige Jahre geben. Grund dafür ist die geplante Stadtbahnlinie, die dort entlangfahren soll. Doch was wird aus den schönen Kirschblüten?

Lülsdorf: Kirschblütenallee muss Stadtbahn weichen

Die Premnitzer Straße im Norden der Stadt Niederkassel zieht Mitte April viele Besucher aus nah und fern an. Hier bietet sich den Naturfreunden auf rund 200 Metern ein herrliches Fotomotiv: eine mit den Jahren gewachsene, opulente Kirschblütenallee. Dieses Bild könnte sich allerdings in den nächsten Jahren verändern, denn wenn die Stadtbahn kommt, müssen die Kirschblütenbäume gehen.

Kirschblütenallee umpflanzen oder neu machen?

Da sich die Bäume, neben ihrer Bedeutung u.a. als Sauerstoffproduzent, mittlerweile auch zu einer touristischen Attraktion entwickelt haben, soll die Stadtverwaltung, so ein Antrag der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen, eine Neubepflanzung an einer anderen Stelle prüfen. Da die Neuanpflanzungen mehrere Jahre benötigten, um sich ähnlich prächtig zu entwickeln, ist eine frühzeitige Planung der Ersatzbepflanzung notwendig. Wichtig war den Mitgliedern des Umweltausschusses zudem, dass bei der Neubeschaffung nur ökologisch wertvolle Sorten angepflanzt werden. Auch solle geprüft werden, ob man die japanischen Zierkirschenbäume in der Premnitzer Straße eventuell umpflanzen könne. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung des Weiteren mit der Suche nach einem Standort im Norden der Stadt, der in etwa der Länge der Kirschblütenallee Premnitzer Straße entspricht. Sowohl bestehende als auch in Planung befindliche Straßenabschnitte sollen untersucht werden, z.B. neue Kopernikusstraße oder Markusstraße. Gleichzeitig wird um eine Kostenschätzung gebeten und eine Einschätzung, ob diese Maßnahme mit dem mehrjährigen Zeitversatz als Ersatzpflanzung gelten kann.

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