Ruhiger Rosenmontag im Rhein-Sieg-Kreis - in Bonn wird nach möglichem Sexualdelikt noch ermittelt

„Die Feiernden verdienen ein großes Lob als vorbildliche Karnevalisten.

Ruhiger Rosenmontag im Rhein-Sieg-Kreis - in Bonn wird nach möglichem Sexualdelikt noch ermittelt

An Rosenmontag (24.02.2020) war die Polizei wieder verstärkt im Einsatz, um an insgesamt 19 Rosenmontagszügen im Rhein-Sieg-Kreis für Sicherheit zu sorgen. Anlässe zum Einschreiten gab es für die Polizistinnen und Polizisten nur wenige.

In Troisdorf-Spich wurde gegen 15:10 Uhr eine Schlägerei zwischen mehreren Personen an der Hauptstraße/Rodderstraße gemeldet. Dort waren drei junge Männer aus unbekannten Gründen in Streit geraten und hatten sich geschlagen. Die Polizei schritt ein und nahm eine Strafanzeige wegen Körperverletzung auf. Drei Personen waren leicht verletzt und wurden medizinisch versorgt.

Um 16:15 Uhr wurde eine Auseinandersetzung auf dem Siegburger Markt gemeldet. Es handelte sich allerdings nur um einen verbalen Streit. Die Kontrahenten wurden getrennt. In Eitorf hatte ein alkoholisierter Mann drei Personen leicht verletzt. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet und er kam kurzfristig in Polizeigewahrsam.

Erneut außergewöhnlich friedlich verliefen die Karnevalszüge an diesem Tag. Die Polizei war bis spät in die Nacht präsent und behielt die Feiernden auf den Straßen sowie After-Zoch-Partys im Blick. Einsatzleiter Roland Goy lobte die Einsatzkräfte und bedankte sich für den besonnen Einsatz: „Offenbar hat bereits die starke Polizeipräsenz deeskalierend gewirkt. Auch die Feiernden verdienen ein großes Lob als vorbildliche Karnevalisten."

In Bonn ging es nicht ganz so friedlich zu: Im Laufe des Großeinsatzes der Polizei an Rosenmontag wurden sieben Personen in Gewahrsam genommen, die entweder betrunken waren, randaliert hatten oder einem der 22 ausgesprochenen Platzverweise nicht nachgekommen waren.

Verdacht eines Sexualdeliktes

Bis zum späten Montagabend fertigten die Beamten nach vorläufigen Erkenntnissen bislang 21 Strafanzeigen, davon zehn wegen Körperverletzungsdelikten. In sechs Fällen wird wegen Widerstand oder tätlichem Angriff gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Vorläufig festgenommen wurde ein 36-Jähriger, den Zivilfahnder um 14:00 Uhr bei einem Drogendeal an der Maxstraße/Weiherstraße beobachtet hatten. Bei ihm wurden 35 Konsumeinheiten mutmaßlichen Kokains sichergestellt. Um 22:30 Uhr wurden außerdem Ermittlungen wegen des Verdachts eines Sexualdeliktes in der Adolfstraße aufgenommen. Eine 19-Jährige hatte sich hierzu einem Passanten anvertraut, der die Polizei verständigte.

Die in dieser vorläufigen Einsatzbilanz dargestellten Kriminalitätszahlen können sich noch verändern. Die Auflistungen stehen unter dem Vorbehalt, dass noch weitere Anzeigen bei der Polizei eingehen, beziehungsweise dass Delikte im Zuge der Ermittlungen anders eingeordnet werden müssen.

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