Ortsumgehung L269n Süd für den Verkehr freigegeben (mit Video)

NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes eröffnete heute (20.12.2o21) den 1. Bauabschnitt.

Ortsumgehung L269n Süd für den Verkehr freigegeben (mit Video)

Geduld zeichnet die Niederkasseler aus. Auf die Ortsumgehung von Ranzel (L269) musste man rund 25 Jahre nach Bekanntwerden der ersten Pläne warten. Am 30. April 2005 wurde der nördliche Bauabschnitt dann eröffnet und die Hoffnungen auf einen schnellen Weiterbau der Ortsumgehung bis nach Mondorf erfüllten sich … nicht. Genervte und von Lärm und Abgasen geplagte Anwohner in Rheidt und Mondorf protestierten mit Plakaten und Transparenten für einen Weiterbau. Aber es tat sich lange Zeit nichts.

Erster Bauabschnitt vollendet

Erst im vergangenen Jahr, nach 16 Jahren, ging es mit dem Bau des 1. Abschnitts der L269n Süd weiter. Jetzt kann der Verkehr auf dem 1.5 Kilometer langen Teilstück in Richtung Süden von der Marktstraße bis zum Sportpark Süd rollen. Am Kreisverkehr in Fahrtrichtung Mondorf ist jetzt allerdings -noch- Schluss. Daher kann man derzeit auch nur von einem Teilerfolg für die Anwohner sprechen, denn der Durchgangsverkehr fließt immer noch durch Teile von Rheidt und Mondorf und belastet die Anwohner zusehends.

Das jetzt freigegebene, rund 1,5 Kilometer lange Teilstück umfasst den Bau zweier Kreisverkehre als Verbindung von Markt- und Südstraße. Außerdem wurde an der Bahnhofstraße eine Brücke für den landwirtschaftlichen Verkehr errichtet, um eine Überführung über die L269n zu ermöglichen. Wie Verkehrsministerin Ina Brandes ausführte, beinhaltet der Straßenbau zahlreiche landespflegerische Maßnahmen. So sind rund 12 Hektar Kompensationsmaßnahmen geplant. An beiden beiden Seiten der L269 sind Leiteinrichtungen für Kleintiere angebracht, die durch einen Tunnel die Straßenseite wechseln können. Zudem wurden Bäume und Sträucher als Überflughilfe für Vögel und Fledermäuse gepflanzt. Zur Eröffnung waren

Die Eröffnung des neuen Abschnitts

Bürgermeister Stephan Vehreschild, der 1. Beigeordnete Stephan Smith, Landrat Sebastian Schuster, die Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld, Mitglieder des Rates der Stadt Niederkassel sowie die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer gekommen. Beckefeld sagte zur Begrüßung, dass es schön ist, etwas Fertiges zu eröffnen, auch wenn es nur etwas Halbfertiges sei. Bürgermeister Stephan Vehreschild sagte, es sei ein schöner Tag, nicht nur wegen des Wetters. Zu Ministerin Brandes gewandt meinte er, dass man nun ein Stück weiter kommen sei mit der Umgehungsstraße. „Unsere Hoffnungen ruhen jetzt in südlicher Richtung“, so Vehreschild. Vehreschild erklärte, dass die Finanzierung der beiden restlichen Bauabschnitte gesichert sei und nach Rechtssicherheit sofort gebaut werden könne. Durch die fertiggestellte Ortsumgehung verlagert sich schätzungsweise fünfzig Prozent (bis zu 7000 Kfz/Tag) des Verkehrsaufkommens und die Belastungen durch Verkehrslärm und Schadstoffe reduzieren sich erheblich. Neben der Entlastung des Niederkasseler Stadtkerns wird die L269n eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen Köln und Bonn und zum überregionalen Straßennetz, insbesondere der B8 und der A59, übernehmen. Die Fahrzeit für den Durchgangsverkehr verkürzt sich somit deutlich.

Die restlichen Bauabschnitte

Die Bauarbeiten für die restlichen zwei Kilometer der insgesamt 3,5 Kilometer langen Ortsumgehung sind in zwei Abschnitte gegliedert. Der Baubeginn des zweiten Abschnitts zwischen Südstraße und Rheinstraße (L332) kann Aufgrund eines laufenden Klageverfahrens eines einzelnen Anwohners aus Troisdorf-Bergheim nach Angaben von Straßen.NRW noch nicht benannt werden. Die Eröffnung des Teilstücks der L269n Süd durch NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes am Montag weckte dennoch Hoffnung auf einen schnellen Weiterbau und die damit angestrebte Entlastung aller Anwohner. Nur nicht noch einmal 16 Jahre auf die Fertigstellung warten, so der Wunsch aller Beteiligten.

Video zur Eröffnung

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