Käuferansturm überraschte die Mitarbeiter vom DRK Niederkassel

Verkauf in dem improvisierten Drive-in Schalter funktionierte reibungslos.

Käuferansturm überraschte die Mitarbeiter vom DRK Niederkassel

Das Deutsche Rote Kreuz Niederkassel hat derzeit in seinem Lager ein weltweit heißbegehrtes und derzeit recht teures Stück Stoff liegen: OP-Masken! Die nur wenige Gramm schweren Schutzmasken wurden vor einigen Wochen bestellt und kamen nun überraschend aus China an. „Wir wollten die Masken gerne sofort an die Niederkasseler Bürger verteilen beziehungsweise verkaufen“, so der stellvertretende Personalleiter Hartmut Kreutz. Kaum hatte man diese Information in Facebook gepostet, standen die Telefone nicht mehr still. Dutzende Anfragen über E-Mail erreichten die DRK-Mitarbeiter binnen kurzer Zeit und plötzlich standen bis zu 35 PKWs auf dem Gelände, deren Fahrer alle Masken kaufen wollten. Die Menschen klingelten und klopften an Türen und Fenster.

50 Masken für 50 Euro

Das hing gewiss mit dem Hinweis der Landesregierung zusammen, dass man ab kommenden Montag (27.4.20) zur Eindämmung des Coronavirus eine landesweite Maskenpflicht einführen werde. Die Pflicht zum Mund-Nasenschutz gilt dann in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen. Es gibt mehrere Optionen für den Mundschutz. So sollen neben den bekannten FFP 2 und FFP 3 Schutzmasken auch OP-Schutzmasken die Menschen schützen. Allerdings sind auch sogenannte Alltags- oder Community-Masken sowie Schals zulässig. Da der Regelbetrieb nicht gestört werden durfte, suchte man nach einer praktikablen Lösung. Über Sozial Media wurde bekannt gegeben, das am Donnerstagmorgen ab 9.00 Uhr Packungen mit jeweils 50 OP-Masken zum Preis von 50 Euro an einem improvisierten Drive-In-Schalter verkauft würden. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, denn schon um 7.00 Uhr fuhren die ersten Bürger mit ihrem PKW auf das DRK-Gelände.

Neben den Schutzmasken gab es auch Toilettenpapier und Desinfektionsmittel zu kaufen. Bezahlt wurde aus dem Wagen heraus und ein Mitarbeiter reichte die Waren dem Fahrer dann ins Auto.

Dank dieses Systems gab es trotz großer Nachfrage keine langen Warteschlangen und die Palette mit den OP-Masken leerte sich zügig.

Logo