Planungen für Stadtbahnverbindung liegen im Zeitplan

Stadtbahnbrücke mit Rad- und Fußweg südlich von Langel geplant

Planungen für Stadtbahnverbindung liegen im Zeitplan

Am 23. Dezember habt ihr uns in einem Impuls gefragt: „Was sind die kommenden Schritte zur Stadtbahn Linie 17?“. Unser Autor Dieter von der Sieg hat sich für Euch dem Thema angenommen:

Die Planungen für den Bau einer Stadtbahnverbindung nehmen immer konkretere Züge an. Der Rhein-Sieg-Kreis plant in seiner Zuständigkeit als Aufgabenträger für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) eine Stadtbahnverbindung Bonn-Niederkassel-Köln. Gemäß Beschlussfassung des Rhein-Sieg-Kreises sowie der Städte Köln, Niederkassel und Bonn soll der Bau einer über den Rhein führenden Brücke für die Stadtbahn unmittelbar südlich von Langel erfolgen, um Langel mit einer Haltestelle zu erschließen. Gleichzeitig wird die Planung der Verlängerung der Linie 7 in Zündorf soweit entwickelt, dass die notwendigen Flächen freigehalten werden. Die Brücke wird mit einem Rad- und Fußweg kombiniert.

Statement von Marcus Kitz, CDU-Fraktionschef und RSVG-Aufsichtsratsvorsitzender

Zwischenzeitlich konnte die standardisierte Bewertung erfolgreich abgeschlossen werden, so dass der Rhein-Sieg-Kreis und die RSVG als Projektträger die Planungen vorantreiben und zur Finanzierung durch das Land NRW anmelden können, was auch in 2021 geschehen wird. Dann können die Genehmigungsplanungen beginnen. Dafür stellen die Stadt Niederkassel, der Kreis und die RSVG ab 2021 Haushaltsmittel ein. Die Beschlussfassung des Kreises sowie der Städte Köln, Bonn und Niederkassel ist erfolgt. Niederkassel ist Projektpartner und muss deshalb gesondert zustimmen und mit finanzieren. Es wird von einem gesonderten Bauwerk für die Stadtbahn ausgegangen, unabhängig vom eventuellen Bau einer Autobahnbrücke. Die beiden Projekte werden aufgrund der bisherigen Planungen getrennt weiterverfolgt und haben nichts miteinander zu tun. Sie stehen auch nicht in einer gegenseitigen Abhängigkeit, weil beide einen Kosten-Nutzen-Faktor von über 1 haben. Selbst, wenn es zu einer Nordvariante der Rheinspange zwischen Lülsdorf und Langel kommen sollte, ist eine Bündelung höchst unwahrscheinlich“, so der CDU-Fraktionschef und RSVG-Aufsichtsratsvorsitzende Marcus Kitz auf Nachfrage von machPuls und der Montagszeitung.

Was ist mit der Güterbahn?

Absolut notwendig ist aber der Neubau einer Güteranschlussbahn vom Evonik-Werk in Lülsdorf zur rechtsrheinischen DB-Strecke. Bisher fährt die Güterbahn vom Werk Lülsdorf quer durch Niederkassel, Bergheim, Müllekoven, Eschmar und Sieglar bis zum Anschluss an die DB-Strecke in Troisdorf, die frühere Trasse des „Rhabarberschlittens“. In den zu Troisdorf gehörenden Stadtteilen gibt es schon seit längerer Zeit Bürgerproteste gegen die Streckenführung durch zum Teil enge und verwinkelte Straßen mit den Gefahrgut-Güterwaggons. Sollte also eine neue Gütertrasse entlang der L 82 / L 269 in östlicher Richtung gebaut werden, wäre ein weiteres Teilstück für die Stadtbahn in Richtung Bonn frei. Das Teilprojekt „Abzweig Mondorf – Troisdorf“ wird allerdings nicht weiterverfolgt. Nach der positiven Nutzen-Kosten-Analyse für eine Stadtbahnverbindung, das Projekt ist für sich allein förderfähig und umsetzbar, und den damit verbundenen umweltschonenden und nachhaltigen Angebotsverbesserungen mit ÖPNV-Leistungen, stehen die Ampeln für das Stadtbahnprojekt Bonn – Niederkassel – Köln auf Grün, auch wenn bis dahin noch einige Jahre ins Land gehen werden.

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