Bürgerantrag: Maßnahmen für sicheren Radverkehr auf der Berliner Straße werden geprüft

In einem Bürgerantrag forderte der ADFC Verbesserungen für Radfahrer auf der Berliner Straße, da die Abschaffung der Radwege und damit die Pflicht auf der Straße zu fahren an dieser Stelle zu gefährlich sei. Die Vorschläge werden nun geprüft.

Bürgerantrag: Maßnahmen für sicheren Radverkehr auf der Berliner Straße werden geprüft

Der ADFC, Ortsgruppe Niederkassel, hat sich zur Verkehrssituation rund um den geplanten Neubau des Schulzentrums Nord zu Wort gemeldet. In einem Bürgerantrag forderte man eine grundlegende Änderung zur derzeitigen Verkehrsführung, um so die Radfahrer besser zu schützen. Besonders der Wegfall des kombinierten Rad- und Fußweges an der Berliner Straße, der jetzt nur noch Fußgängern und hier vor allem den Schülern vorbehalten ist, stößt auf Unverständnis.

Forderungen des Bürgerantrags

Der Sprecher des ADFC, Dr. Peter Lorscheid, äußerte sich dazu im Haupt,- Finanz und Beschwerdeausschuss (HFB). Er forderte u.a. die bisherigen benutzungspflichtigen Geh-Radwege, die seit einiger Zeit als reine Fußwege ausgewiesen sind, in Fahrtrichtung rechts temporär für Radfahrer freizugeben und die Beschilderung „Fußweg“ mit dem Zusatzschild „Fahrrad frei außer Mo-Fr 7-10 h und 13-16 h“ anzubringen. Zusätzlich sollten auf der Fahrbahn Fahrrad-Piktogramme angebracht werden, um dem Autofahrer so zu verdeutlichen, dass Fahrräder hier zurecht auf der Fahrbahn unterwegs sind. Zudem forderte er in dem Bereich ein Überholverbot von Radfahrern.

Bisherige Maßnahmen der Stadt Niederkassel

In der Stellungnahme der Verwaltung heißt es dazu, dass man diverse bauliche und straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen ergriffen und in Zusammenarbeit mit den Schulen und der Kreispolizeibehörde abgesprochen habe. Trotz des komplexen Sachverhaltes wurde bereits in einem ersten Schritt durch dieStraßenverkehrsbehörde der Stadt Niederkassel Tempo 30 km/h angeordnet, entsprechend beschildert und mit Markierungen versehen. Als weitere Maßnahme wurde auf Höhe des Schultores ein neuer Fußgängerüberweg (FGÜ -„Zebrastreifen“) errichtet. Bereits mit diesen beiden Maßnahmen wurde der öffentliche Verkehrsraum für Radfahrer und Fußgänger sicherer gestaltet. Die Kreispolizeibehörde wird die Einhaltung überwachen. In einem weiteren Maßnahmenpaket hat die Verwaltung auf Höhe der Bushaltestellen flexible Leitpfosten aus Kunststoff angebracht. Diese haben die Funktion, dass keine Autos die wartenden Busse des ÖPNV überholen und somit die querenden Fahrgäste und Schüler gefährden können. Ferner wurden entlang der Fahrbahn weitere Zaunelemente aufgestellt, welche das Queren der Fahrbahn durch die Schüler, an anderen Stellen als am FGÜ, verhindern. Somit wird der Strom bzw. einzelne querende Schüler auf den FGÜ gelenkt. Nunmehr als weitere Maßnahme wurde gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde entschieden, den Gehweg auf beiden Seiten zwischen Feldmühlestaße / Premnitzerstraße und Markusstraße nur noch für Fußgänger freizugeben.

Verantwortung liegt bei bei den Verkehrsteilnehmern

Neben diesen bereits ergriffenen Maßnahmen machte die Verwaltung in ihrer Stellungnahme aber deutlich, dass die Verantwortung für ein sicheres und rechtmäßiges Fahrverhalten bei den einzelnen Verkehrsteilnehmern liege: „Weder Polizei noch Straßenverkehrsbehörde können und dürfen ihnen diese Verantwortung abnehmen.Es darf daher auch nicht erwartet werden, dass die öffentliche Hand für absolute Sicherheit sorgt.“

Vorschläge des Bürgerantrages werden geprüft

Der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss fasste den Beschluss, dass die Verwaltung die Vorschläge des Bürgerantrages in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde ausführlich prüft. Sollte sich die Verwaltung der Ansicht der Notwendigkeit der Ausführung der einzelnen Maßnahmen des Bürgerantrages im Ganzen oder in Teilen anschließen, werden die Maßnahmen umgesetzt.

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