Rege Bautätigkeit im Zündorfer Hafen

Stege für die Boote des „Club für Wassersport Porz“ werden erneuert

Rege Bautätigkeit im Zündorfer Hafen

Dort, wo sonst kleine Yachten, Motor- und Segelboote liegen, beherrscht jetzt ein riesiges Kranschiff die Szenerie. Ansonsten ist der Zündorfer Hafen komplett leer geräumt. Keine Steganlage war mehr zu sehen und auch die tonnenschweren Dalben aus Tropenholz, die der Steganlage halt gaben, hatte man aus dem Boden des Hafens gezogen und an Land gebracht. Der 1. Vorsitzende des Gesamtvereins „Club für Wassersport Porz“ (CfWP), Marcus Schüler, beobachtet die Arbeiten. „Unsere Bestandsaufnahme bezüglich des Zustandes unserer Hafenanlage hat uns gezeigt, dass hier dringend etwas geschehen musste. Die Dalben und auch die Hauptsteganlage waren einem Hochwasser bei gleichzeitiger Belegung mit Booten nicht mehr gewachsen. Nach einem Gutachten kamen wir auf Kostenschätzungen zwischen 700.000 und 800.000 Euro. Für einen kleinen Verein alleine nicht zu stemmen“, so Schüler. Zum Glück erweiterte die Landesregierung ihre Sportstättenförderung um das Programm „Moderne Sportstätte 2022“. Der Verein reichte seine Unterlagen ein und kam in das Förderprogramm. Es wurden knapp 560.000 Euro aus dem Fördertopf zugesagt und so konnten man 2021 mit der Auftragsvergabe beginnen, denn die Zeit drängte. Zuerst musste aber auf das Ablaufen des Hochwassers abgewartet werden. Dies immer vor dem Hintergrund, das bis zum ersten März die Rammarbeiten laut Verordnung der Naturschutzbehörde abgeschlossen sein mussten.

Im Vorfeld hatten die Mitglieder des Vereins die Fingerstege von der Hauptsteganlage abmontiert, gereinigt und auf der Clubwiese gestapelt. Dann wurde die 255 Meter lange Hauptsteganlage auf dem Wasser zerlegt, an Land gebracht und abtransportiert. Die bisherigen fünf Holzdalben aus Tropenholz zogen die Mitarbeiter des Niederländischen Arbeitsschiffs „Stormvogel“ anschließend aus dem Hafenboden und legten sie an Land.

Nachdem die Standorte für die neuen elf Dalben vom Schlamm befreit und der Boden des Beckens vom Kampfmittelräumdienst überprüft worden war, konnten die Rammarbeiten beginnen. Zuvor hatte das Arbeitsschiff die zwei alten verbliebenen Stahldalben aus dem Wasser gezogen und an Land abgelegt. Dort wurde sie gereinigt und bekamen einen neuen Schutzanstrich.

In der Zwischenzeit wurden die neuen Dalben, begleitet von den Blicken vieler neugieriger Zuschauer, in den Hafenboden eingerüttelt. Nach Beendigung dieser Arbeiten wird es für die Mitglieder noch viel zu tun geben. Für die 48 Fingerstege müssen jeweils zwei Adapterplatten zur Montage an die neue Hauptsteganlage hergestellt und angebracht werden. Alle Fingerstege müssen außerdem mit insgesamt 230 m² neuen Bodenplatten ausgestattet werden. Dann, in einem nächsten Arbeitsschritt, steht die Montage der neuen Hauptsteganlage und des neue Servicestegs an.

Bisher verliefen die Arbeiten wie geplant und so hofft man bei den Wassersportlern, dass die neue Steganlage Ende April, nach vielen freiwillig geleisteten Arbeitsstunden der Mitglieder, eingeweiht werden kann.

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