Mit dem Bus statt dem eigenen Auto – so das Ziel

Doch sind alle mit der Umstellung zufrieden?

Mit dem Bus statt dem eigenen Auto – so das Ziel

LeadCity-Bonn heißt das neue Projekt, was nun auch den Niederkasselern einen Mehrnutzen bei den „Öffis“ bringen soll.

Der Kreistag beschloss neue Buslinien einzuführen und das Angebot auszubauen.

Will heißen, ab Sommer (Fahrplanwechsel zum 28.08.2019) wird alles noch kundenfreundlicher.

Neu – es geht über die Nordbrücke

Ab dem Sommer wird die Buslinie 550 Niederkassel neu über die Nord- statt Kennedybrücke mit Bonn verbinden. Die Linie SB55 verbleibt auf der Strecke über die Kennedybrücke, fährt aber nachmittags alle zehn Minuten und damit doppelt so häufig wie bisher.

552 – die Linie sollte man sich merken

Aus Troisdorf-Sieglar kommend können Fahrgäste über die Nordbrücke nach Bonn mit der neuen Buslinie 552 fahren. Dafür fährt die Linie 551 zukünftig auf direktem Weg über Beuel nach Bonn. Damit wird es sowohl aus Niederkassel als auch aus Troisdorf jeweils eine Linie über Beuel und eine zweite in die Bonner Nordstadt geben.

Mehr Flexibilität

Zudem stellen die Buslinien 551 und 552 sicher, dass in den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags stündlich fünf statt zwei Busse zwischen Bonn und Troisdorf pendeln.

Insgesamt wird das Busangebot für die Fahrgäste auf den Linien 550, 551, SB55 und 640 flexibler; das gilt auch für die Abende und am Wochenende. Alle vier Linien fahren samstags neu alle 20 statt alle 30 Minuten sowie abends und sonntags neu alle 30 statt alle 60 Minuten.

Nun sind aber nicht alle Bürger von dieser neuen Flexibilität überzeugt. Vor allem diejenigen die kein Auto besitzen und auf den Bus angewiesen sind.

Gudrun Engels: „Es ist definitiv eine Katastrophe was dem zahlenden Bürger zugemutet wird. Umsteigen wenn man nach Beuel möchte, das ist peinlich. Es profitieren nur Leute die entlang des Schnellbusses wohnen.“

Hintergrund ist das Projekt „Lead City Bonn“, im Rahmen dessen das Bundesverkehrsministerium zusätzliche Fahrten auf vielen grenzüberschreitenden Buslinien zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis fördert.

Was ist „Lead City“?

In vielen Städten werden die Luftgrenzwerte für Stickstoffdioxid (NOx) nicht eingehalten. In diesen Städten drohen daher Fahrverbote. Dem Bund droht darüber hinaus eine Strafe wegen der Verletzung der entsprechenden EU-Vorgaben. Um dies abzuwenden machte der Bund im Februar 2018 der EU Kommission u.a. den Vorschlag, „Lead Cities“, d.h. Modellstädte, zu bestimmen. Das Ziel des Projekts ist es, in Städten, in denen es Probleme mit der Luftreinhaltung (Grenzwerte für Stickstoffdioxid) gibt, testweise größere Maßnahmen für Verbesserungen zu erproben und somit Wege aufzuzeigen, wie Diesel-Fahrverbote vermieden werden können. Neben Bonn sind die 4 Städte Essen, Mannheim, Reutlingen und Herrenberg ausgewählt worden. Die Förderung soll im Durchschnitt 95 % betragen.

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