Mondorfer Großbauprojekt abermals verschoben

Das geplante Neubauprojekt in Mondorf bekam bereits im letzten Jahr viel Kritik. Nach Änderungen sollte der Durchführungsvertrag jetzt von Seiten der Stadt unterschrieben werden, aber die Mehrheit der Ratsmitglieder verweigerte ihre Zustimmung.

Mondorfer Großbauprojekt abermals verschoben

Vor fast einem Jahr haben wir Euch von dem geplanten Wohnprojekt in der Mitte Mondorfs berichtet. Doch das Projekt stieß auf viel Kritik und eine Bürgerpetition wurde gestartet. Die war erfolgreich und es wurden Änderungen an der Projektplanung vorgenommen. Das alles spielte sich im letzten Sommer ab. So viele Monate später und die Bagger auf dem ehemaligen Karp-Gelände in Mondorf können immer noch nicht anrollen.

Hintergrund:

Geplant ist hier der Bau von circa 40 Wohneinheiten. 20 Wohneinheiten davon sind für altersgerechtes Wohnen für Senioren geplant. Ebenso der Bau einer Tiefgarage mit mindestens 80 Stellplätzen und der oberirdischen Erschließung. Lange wurde geplant, diskutiert und nach Anwohnerprotesten umgeplant, bevor es zur zweimaligen Offenlage und dem anschließenden Durchführungsvertrag mit dem Vorhabenträger, der Troisdorfer Schell Wohnbaumanagement 1988 GmbH, kam.

Mehrheit der Ratsmitglieder stimmt für erneute Änderungen

Nachdem der Vertrag vom Vorhabenträger unterzeichnet worden war, sollte am Mittwoch der Rat der Stadt Niederkassel dem Vertrag zustimmen und den Bürgermeister sowie den Beigeordneten ermächtigen, diesen zu unterzeichnen. Den Vertrag in seiner jetzigen Form wollte allerdings die Fraktion von BN90/Die GRÜNEN nicht mittragen und forderte die Änderung einiger Passagen. Begründet wurde dies mit Änderungen im Durchführungsvertrag, die in diese Form so nicht abgesprochen gewesen wären. Ralf Droske (GRÜNE) forderte u.a. die schriftliche Fixierung einer Mindestquote von einem Drittel und maximal 50% als Mietwohnungen der zu errichtenden Wohneinheiten im Plangebiet. Frieder Reusch (SPD) sagte, dass die vorgebrachten Änderungswünsche der GRÜNEN so gravierend seien, dass man deren Antrag unterstützen werde. So wolle man den in der ursprünglichen Vertragsversion mit einem Drittel festgelegter Mindestquote für geförderte Wohnungen wieder in den Vertrag aufnehmen und diesen damit so „dicht“ wie möglich machen. Marcus Kitz (CDU) warb für die Unterzeichnung des Vertrags, da dieser bereits vom Bauherrn unterschrieben worden sei und es so zu einer weiteren Verzögerung des Bauprojektes kommen werde. Außerdem wolle man die Vertragssicherheit der Stadt Niederkassel nicht diskreditieren. Anette Wickel (FDP) hingegen sprach sich ebenfalls für den Antrag der GRÜNEN aus, sodass bei der abschließenden Abstimmung alle Ratsmitglieder, mit Ausnahme der CDU-Ratsmitglieder, für eine Änderung des Durchführungsvertrags stimmten. Um die Verzögerungen für den Bauherrn durch die neuerliche Änderung so kurz wie möglich zu halten, wurde von einigen Mitgliedern eine Sondersitzung des Rates angedacht.

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