Update: Rheidt: So geht es weiter im Neubaugebiet "Im Obstgarten"

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Update: Rheidt: So geht es weiter im Neubaugebiet "Im Obstgarten"

Nachdem aus zahlreichen Interessenten nun die 48 Personen ausgewählt wurden, die ein Grundstück im Obstgarten erhalten, wurde nun die Ausschreibung für den Ausbau des Neubaugebietes in Auftrag gegeben.

Noch steht kein Haus zwischen Litauer Straße und Bahnhofstraße. Es gibt noch keine Straßen, sondern lediglich Feldwege und doch ist der Name des Rheidter Neubaugebiets "Im Obstgarten" in aller Munde. Das zukünftige Wohngebiet wurde von der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) gekauft und vermarktet. Ziel sei es gewesen, so Geschäftsführer Sebastian Fischer, Familien es finanziell zu ermöglichen, sich den Traum vom Haus im Grünen zu erfüllen. Daher wurden die neu parzellierten Grundstücke nicht nach dem Windhundprinzip (wer zuerst kommt, mahlt zuerst) verteilt, sondern nach einem komplexen Scoring-Verfahren.

Bewerbungsverfahren, um die richtige Zielgruppe zu erreichen

Dabei ermittelte man aus 500 Interessenten 48 Personen, die demnächst dort ihr Haus bauen können. Die Art der Auswahl und dass jeder Bewerber eine Bearbeitungsgebühr von 75 Euro zahlen musste, kam nicht bei allen Beteiligten gut an, wie man auch in verschiedenen Social Media Kanälen lesen konnte. Dazu sagte Fischer, dass anhand der Fragebögen und den daraus resultierenden Scoring-Punkten sich im Vorfeld jeder Interessent selbst ausrechnen konnte, ob er zu dem Personenkreis mit einer hohen Punktzahl gehörte, bevor er seine Bewerbung abgab. „Wir haben bewusst solch ein komplexes aber auch arbeitsintensives Verfahren gewählt, um sicher zu gehen, dass wir die richtige Zielgruppe erreichen“, so Fischer.

SEG bietet moderaten Preis

Trotzdem wurde die SEG von 500 Bewerbungen überrascht und musste daher auch viele Absagen erteilen. Grund für den Run auf die Grundstücke dürfte der Preis und die Verfügbarkeit gewesen sein. Da auch in Niederkassel Baugrundstücke rar sind und Quadratmeterpreise weit über 600 Euro aufgerufen und bezahlt werden, hat die SEG die Grundstücke zu einem moderaten Preis von 420 Euro (deutlich unter dem Bodenrichtwert) abgegeben.

Wie geht es jetzt weiter?

Nachdem die Auswahl der Berechtigten abgeschlossen ist, werden anhand der Infos aus den Fragebögen die Wünsche nach Art der Bebauung (Doppelhaushälften, Einfamilienhaus, Bungalow) und gewünschter Lage des Baugrundstücks in den Bebauungsplan eingearbeitet und dann mit den zukünftigen Bauherrn besprochen. Dabei soll es auch zu einer baulichen Angleichung an die vorhandene Nachbarschaftsbebauung an der Löwenburgstraße bzw. dem Sorbenweg kommen, wodurch sich die Baustile ergänzen werden. Vor der notariellen Beurkundung wird ein erster Gestaltungsentwurf des Neubauprojektes eingefordert, der einer ersten städtebaulichen Prüfung unterzogen werden kann. Der Vorteil ist eine erste Rückmeldung an die Käufer bezüglich der Umsetzungsfähigkeit des Neubauprojektes. Seitens der SEG Niederkassel können zu diesem frühen Planungsstadium noch hilfreiche Tipps und Hinweise gegeben werden, die im Nachgang auch die Bauantragsprüfung der Verwaltung erleichtern. Abschließend erfolgt die notarielle Beurkundung.

Möglicher Baubeginn im Juni 2023

Derzeit läuft die Ausschreibung für die Erschließung des Neubaugebiets "Im Obstgarten". Seitens der SEG rechnet man mit einem möglichen Baubeginn im Juni 2023. Wie Geschäftsführer Sebastian Fischer in einem Gespräch mit machPuls sagte, werde man auch bei zukünftigen Projekten nach dem jetzigen Vergabeverfahren vorgehen, denn dies gewähre Transparenz und soziale Ausgewogenheit.

Kita, Seniorenheim, Café

Angrenzend an das Neubauviertel ist der Bau der sechszügigen Kita "Obstzwerge" geplant. Weiterhin will ein Investor dort ein Seniorenheim errichten und auch ein Café wurde schon in die Planungen mit einbezogen.

Nachhaltigkeit im Obstgarten

Etwas wird es im Baugebiet nicht geben: Erdgasleitungen. Alle Hausbesitzer werden ihre Immobilie mit erneuerbaren Energien wie Sonnenenergie und Erdwärme beheizen oder weniger nachhaltig, auf den guten alten Kaminofen zurückgreifen müssen.

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