Traditionelles Brunnenfest am Stockemer See

Der ASV Rheidt e.V. 1926, der zu den ältesten und grössten Fischereivereinen des Rhein-Sieg-Kreises zählt, hatte nach zwei Jahren Corona bedingter Zwangspause zu seinem traditionellen Brunnenfest geladen.

Traditionelles Brunnenfest am Stockemer See

Bei dem traditionellen Brunnenfest waren Parkplätze absolute Mangelware und selbst der Platz für die Fahrräder wurde knapp.

„Wir sind begeistert und wurden fast überrannt. So viele Gäste durften wir hier noch nie begrüßen und das trotz der vielen großen Veranstaltungen am heutigen Tag in Niederkassel“, sagten der 1. Vorsitzende Kristian Reisch und Geschäftsführer Carlo Grova.

Rund 400 Besucher bestaunten das Naturschutzgebiet

Nicht nur die Vereinsmitglieder kamen zum Fest, sondern auch deren Freunde, Verwandte sowie viele Besucher, die den Stockemer See noch nie richtig gesehen haben. Grund für deren Besuch ist der Umstand, dass die ehemalige Kiesgrube, die von den ASV-Mitgliedern in vielen hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit hergerichtet wurde und weiterhin gepflegt wird, heute ein Naturschutzgebiet ist und nur von Vereinsmitgliedern betreten werden darf. Lediglich zum Brunnenfest werden die Tore für die Allgemeinheit geöffnet.

Die Besucher ließen nicht lange auf sich warten und ab 14.00 Uhr war es mit der Ruhe am See vorbei, die von den Anglern so geschätzt wird. Viele nutzten die Möglichkeit, sich zuerst einmal ein Bild vom See mit einer Wasserfläche von etwas mehr als 22 ha und einer Tiefe von bis zu 15 m zu machen. Er ist nach der Wahnbachtalsperre der größte See im Rhein-Sieg-Kreis; ein durch Abgrabung von Kiesen und Sanden entstandener Grundwassersee mit Trinkwasserqualität.

Abwechslungreiches Fest mit Seeblick

Nach dem Rundgang, vorbei am kleinen Hafen und der Wiese, wo man beim Casting tolle Preise gewinnen konnte, machten es sich die Besucher an Biertischgarnituren mit Blick auf den See neben dem Clubhaus gemütlich. Nebenan tobten die Kids auf der Hüpfburg, nachdem sie sich zuvor mit reichlich Zuckerwatte und Popcorn eingedeckt hatten.

Neben kühlen Getränken gab es Bratkartoffel und Grillspezialitäten sowie Kaffee und ein großes Kuchenbuffet. Hingegen schnell ausverkauft waren die frisch geräucherten Forellen.

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Neuer barrierefreier Steg

Beim Blick auf den See fiel ein Ponton mit einer Rampe ins Auge. Dies war auch ein Grund, warum Mathias Jehmlich, Vorsitzender Stadtsportverband Niederkassel (SSVN) sich gemeinsam mit Stefanie Schaefer und Alex Wilke-Rauter, auf den Weg nach Stockem gemacht hatte.

„Wir haben an unserem Angelgewässer einen Steg gebaut, der auch den älteren Mitgliedern und Rollstuhlfahrern den barrierefreien Zugang zum Angeln ermöglicht“, so Reisch.

Möglich war dies nur durch einen Förderbetrag in Höhe von rund 16.000 Euro aus dem NRW-Landesprogramm Moderne Sportstätte 2022. In Betrieb genommen kann der Steg allerdings noch nicht, denn der Wasserstand im See ist erheblich gesunken. Schon gegen Nachmittag, der Besucherandrang ließ nicht nach, mussten alkoholfreie Getränke und Fritten nachgekauft werden. Mit Spannung wurde gegen Abend dann die Siegerehrung für die vielen Teilnehmer des Casting-Wettbewerbs erwartet. Bei dieser Sportart wird nicht geangelt, sondern mit kleinen Gewichten statt eines Hakens müssen sich die Teilnehmer im Ziel- und Weitwurf auf der grünen Wiese versuchen. Gewonnen haben bei den Junioren Philipp Carnott aus der Vereinsjugend und bei den Senioren ASV-Mitglied Enrico Kersting.

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