Gelb weicht Rot: Bunte Vielfalt der Niederkasseler Ackerflächen

Der Sommer steht vor der Tür und einige sommergrüne Pflanzenarten lassen sich bereits auf unseren Feldern erkennen.

Gelb weicht Rot: Bunte Vielfalt der Niederkasseler Ackerflächen

Nachdem der Raps in Niederkassel sein Aussehen verändert hat und aus den ursprünglichen Rapsblüten nun kleine Schoten entstehen, sind die großen gelben Felder in Niederkassel selten geworden. Damit hat sich das Aussehen auf den Anbauflächen von Gelb in ein sattes Grün verändert. Vielerorts sind diese jedoch auch mit einem markanten Rot versehen, welches durch den sogenannten "Klatschmohn" hervorgerufen wird.

Wo kann der Mohn entdeckt werden?

Man findet den "Klatschmohn" überwiegend an Weg- und Feldrainen, Böschungen, Brachflächen, Getreide- und Rapsfeldern sowie auf freien offene Flächen.

Warum eigentlich „Klatschmohn“?

Diesen Namen hat der Mohn durch ein altes Spiel erhalten. Die Blätter der Blüten wurden vorsichtig zu einem kleinen, luftgefüllten Ballon gefaltet und auf die Handfläche gelegt. Mit der anderen Hand wurde dann auf die Blüte geklatscht, wodurch die Luft mit einem lauten Knall entwich. Die Lautstärke des Knalls war einem Liebesorakel gleichzusetzen - je lauter der Knall, desto größer war die zu erwartende Gegenliebe.

Aber nicht erst seit diesem Spiel wird der Mohn als Orakel erwähnt. Je nach Kultur wurde die Pflanze mit Leben oder Tod in Verbindung gebracht. Im alten Ägypten galt der Mohn als Todesblume, wogegen er im christlichen Glauben für Leben und Glück stand.

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