Der bekannte Aalschokker im Sieg-Altarm wird zum Museumsschiff

Der im Sieg-Altarm Discholl, unterhalb des Fischereimuseum in Troisdorf-Bergheim ankernde Aalschokker "Maria-Theresia" der Fischereibruderschaft zu Bergheim an der Sieg, wird nach umfangreicher Sanierung und Renovierung zu einem Museumsschiff.

Der bekannte Aalschokker im Sieg-Altarm wird zum Museumsschiff

Bisher konnte der Aalschokker immer nur von außen betrachtet werden. Dies sollte sich nun ändern. Deshalb steckten die Fischereibruderschaft sowie der Förderverein viel Zeit, Geld und Arbeit in das Projekt, den Schokker in ein schwimmendes Museum zu verwandeln.

Restaurierungsarbeiten

Im Dezember 2017 musste die „Maria-Theresia“ restauriert werden. Für die Arbeiten wurde sie in die Lux-Werft und Schiffahrt GmbH nach Niederkassel-Mondorf geschleppt. Dort bekam das Schiff eine neue Grundierung, eine zweifache Lackierung, einen neuen Mast sowie eine neue Reling. Mehrere Monate dauerten die Restaurierungsarbeiten an und nach der Fertigstellung vergingen noch einmal Monate, bis der Aalschokker wieder an seinen Platz ins Discholl gebracht werden konnte. Grund dafür, der Schokker kann mit seinem Flachboden nur bei Hochwasser über eine vorhandene Siegbrücke gebracht werden. So war die „Maria-Theresia“ noch bis zum März 2019 ein Hingucker für die Spaziergänger im Mondorfer Hafen.

Die Restaurierung wird im Nachhinein etwa um die 50.000 Euro kosten. Die Fischereibruderschaft erhielt 26.000 € von der NRW-Stiftung und 15.000 € steuerte der Heimat- und Geschichtsverein Troisdorf bei. Hinzu kamen viele kleine Spenden und Unterstützung ortsansässiger Firmen wie von der Lux-Werft, Holz Thomas Mandt, Schreinerei Guido Mondorf, Elektro Günter Schmidt, Kreissparkasse Köln und VR Bank Rhein-Sieg, Maschinenbau Kitz, Wohnbaumanagement Schell sowie der Städte Troisdorf und Niederkassel. Darüber hinaus haben die Fischereibrüder über 1000 Stunden an Eigenleistung eingebracht.

Das schwimmende Museum

Wer das Museum zukünftig besuchen will, gelangt mit einer kurzen Bootsfahrt zum Aalschokker und kann, dort angekommen, mittels des Boots „Pawka“, welches als Gangway dient, sicheren Fußes auf die „Maria-Theresia“ gelangen. Eine kurze Stiege führt in den Eingangsbereich, wo man von einem Willkommensgruß und einer Bildertafel empfangen wird. Der Fußboden sowie die Holzverkleidung und die Bullaugen sind erneuert und gestrichen. Im Inneren des Schokkers erwarten einen neue Tische, unter deren Glasplatten Exponate (Urkunden, Fotos etc.) zu sehen sein werden. An den Wänden sind zwölf Schautafeln mit Texten von Museumsleiterin Dr. Petra Dahlmann veröffentlicht. Weitere Exponate einiger Rheinfische sowie Reusen zum Fischfang runden das Bild ab. Zusätzlich werden über einen Bildschirm Videos gezeigt, die Einblicke in die Aalfischerei, die Fischereibruderschaft und die Geschichte der „Maria-Theresia“ gewähren. In den letzten Tagen erhielt der Aalschokker auch eine Stromversorgung.

Fischerfest am 29. September 2019

Da die offizielle Eröffnung des Aalschokkers als Museum erst für Oktober/November 2019 geplant ist, wird es beim Fischerfest drei exklusive Fahrten zum schwimmenden Museum geben. Außerdem erwarten die Besucher ab 11 Uhr nicht nur der Besuch des restaurierten Aalschokkers, sondern auch Fahrten mit dem Fischerboot "Alosa", Museumsführungen, der Schulchor der Siegauenschule und Aktionen wie Netze setzen und heben, Netze stricken, Körbe flechten sowie Forellen räuchern. Für Kinder gibt es ein tolles Mitmachprogramm bei der Bastelaktion "Schnappfrosch-Fangspiel" und bei der Forscherstation "Aalwanderweg".

Kulinarisch können geräucherte Forellen, Spießbraten, Brat- und Currywurst mit Pommes, Zwiebelkuchen mit Federweißer, Kaffee und Kuchen sowie diverse Kaltgetränke genossen werden.

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